Jun 23, 2017

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Why is it that Jews still reject Jesus as their Messiah today?

Here are some Bible passages that provide an answer for this question:

Here are some Bible passages that provide an answer for this question:

2Corinthians 3:14-16

14 But their minds were hardened; for until this very day at the reading of the old covenant the same veil remains unlifted, because it is removed in Christ.
15 But to this day whenever Moses is read, a veil lies over their heart;
16 but whenever a person turns to the Lord, the veil is taken away.

Romans 11:25-27

25 For I do not want you, brethren, to be uninformed of this mystery -- so that you will not be wise in your own estimation -- that a partial hardening has happened to Israel until the fullness of the Gentiles has come in;
26 and so all Israel will be saved; just as it is written, "THE DELIVERER WILL COME FROM ZION, HE WILL REMOVE UNGODLINESS FROM JACOB.
27 "THIS IS MY COVENANT WITH THEM, WHEN I TAKE AWAY THEIR SINS."

Romans 11:30-32

30 For just as you once were disobedient to God, but now have been shown mercy because of their disobedience,
31 so these also now have been disobedient, that because of the mercy shown to you they also may now be shown mercy.
32 For God has shut up all in disobedience so that He may show mercy to all.
Our Conclusion: There is a mystery why "a PARTIAL hardening has happened to Israel" but there is a purpose behind that mystery. Missiologically speaking there has been no 'People Movement' (whole groups -not just individuals- turning to Yeshua their Messiah) among the Jews to this point. Jewish resistance is probably strengthened by attitudes of superiority among Christians and consequent unwillingness to accept the Jews as their 'older brother' with a special calling; it may also be the consequence of Christian ignorance of the need to make Jews jealous instead of being jealous of them or even condemning them. Christians may want to recognize growing Jewish openness towards Yeshua (Jesus) as the Messiah and to acknowledge the emergence of a messianic-Jewish movement. Part of this recognition could well be what we have called Christian or rather 'Biblical Zionism.' Repentance and reconciliation is the response to this somewhat provocative key-question.
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Marijah — 23 May 2012, 02:04

Joh. E. Keller Bibliothek Nr. 6166 Stuttgart, 12.2.1933 A

Hebräer 4,14-6,3

Inhalt: Die Gefahr für die Kinder Gottes, bei der Anfangslehre von Christo stehenzubleiben und den Dienst des Hohenpriesters nicht zu würdigen. _____________________________________________________________________ Hebräer 4. „14. Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel hin¬durchgegangen ist, Jesum, den Sohn Gottes, so lasset uns festhalten an dem Bekenntnis! 15. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mit¬leid ha¬ben könnte mit unseren Schwachheiten, son¬dern der versucht worden ist in al¬lem gleich (wie wir) doch oh¬ne Sünde. 16. So lasset uns nun hinzutreten mit Freu¬dig¬keit zum Throne der Gnade, damit wir Barmher¬zig¬keit er¬langen und Gnade finden zur Zeit, wenn wir Hilfe be-dür¬fen! 5. „1. Jeder Hohepriester nämlich, wird aus Menschen genommen und für Menschen eingesetzt zum Dienste vor Gott, daß er sowohl Gaben darbringe, als auch Opfer für Sünden. 2. Ein solcher kann Nachsicht üben mit den Unwis¬senden und Irrenden, da er auch selbst mit Schwachheit behaftet ist; 3. und um derselben willen muß er, wie für das Volk, so auch für sich selbst opfern für die Sünden. 4. Und keiner nimmt sich selbst die Ehre, sondern er wird von Gott be¬rufen, gleichwie Aaron. 5. So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde ge¬geben, Hoherpriester zu werden, sondern der, welcher zu ihm sprach: 'Mein Sohn bist du; heute habe ich dich gezeuget'. 6. Wie er auch an anderer Stelle spricht: 'Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks'. 7. Und er hat in den Tagen seines Fleisches Bitten und Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dargebracht dem, der ihn vom Tode erretten konnte, und ist auch erhört worden wegen seiner Gottesfurcht; 8. und wiewohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt, 9. und (also) zur Vollendung gelangt, ist er allen, die ihm gehorchen, ein Urheber ewigen Heils geworden, 10. erklärt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. 11. Darüber haben wir nun viel zu sagen und solches, was schwer zu erklären ist, weil ihr träge geworden seid zum Hören; 12. und während ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr wieder nötig, daß man euch gewisse Anfangsgründe der Worte Gottes lehre, und seid der Milch bedürftig geworden und nicht fester Speise. 13. Denn jeder, der sich von Milch ernährt, der ist unerfahren im Worte der Gerechtigkeit; denn er ist unmündig. 14. Die feste Speise aber ist für die Vollkommenen, deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen. 6. „1. Darum wollen wir jetzt die Anfangslehre von Christo verlassen und zur Vollkommenheit übergehen, indem wir nicht abermals den Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott; 2. mit der Lehre vom Taufen, der Handauflegung, der Totenauferste¬hung und dem ewigen Gerichte. 3. Und das wollen wir tun, wenn Gott es zuläßt.“ _____________________________________________________________________ Wenn wir den Dienst des Hohenpriesters, daß er mit unseren Schwachheiten Mitleid hat, verstehen wollen, so müssen wir auf die Entwicklung, die das Kind Gottes bis zum gottgewollten Ziel seiner Vollendung durchmachen muß, achthaben. Es muß uns klar sein, was für eine Entwicklung zur Erreichung dieses Zieles durchgemacht werden muß. Sie ist darin begründet, daß das Kind Gottes durch das Wort der Wahrheit gezeugt ist, damit es eine Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe würde. Sobald wir diese Zeugung recht verstehen, sehen wir auch, wie sich die Entwicklung des Kindes Gottes ergeben muß; denn wenn eine Zeugung erfolgt ist, so muß auch das Wachstum des Erzeugten folgen. Wenn nach einer erfolgten Zeugung kein Wachstum darauf folgen würde, so müßte gleich nach der erfolgten Zeugung der Tod des durch Zeugung entstandenen Lebens wieder eingetreten sein. Wenn das nicht der Fall ist, wenn das erzeugte Leben nicht gleich stirbt, wenn es als Folge der Zeugung vorhanden ist, so muß sich aus diesem Leben das Wachstum ergeben. Die geistigen Darstellungen sind nicht ohne Grund im Bilde der Naturordnung erklärt. Das ist das Verständlichste und Einfachste, was es überhaupt in dieser Naturordnung gibt. Wo Leben ist, ist Entwicklung, ist Wachstum; wo kein Wachs¬tum ist, ist kein Leben, da ist Tod. Wenn nun Kinder Gottes eine andere Stellung haben, als sie sich aus dem Wort der Wahrheit ergeben muß, so sind sie entweder vom Wort der Wahrheit abgewichen, oder aber eine Zeugung durch das Wort der Wahrheit ist überhaupt nicht erfolgt. Es muß deshalb stets beachtet werden, was das Wort der Wahrheit ist. Wir können uns das nicht häufig genug vergegenwärtigen, wir könnten es jederzeit, wenn wir ein Schriftwort betrachten, der Betrachtung zugrunde legen, daß das im Schoß des Vaters erzeugte Wort die Wahrheit und das Leben darstellt. Nachdem in der Schöpfung, im Engelfürsten die Zeugung der Lüge erfolgt ist, erfolgte im Menschengeist die Zeugung der Lust als Aufnahme dieses Lügeneinflusses vom Satan. Daraufhin fand die Zeugung der Menschen statt, nachdem die Gehilfin erschaffen war. Diese Zeugung setzt sich in ihrer Nachkommenschaft fort. Daraufhin ist das Wort, das im Schoß des Vaters ist, in das Fleisch gezeugt worden. Das fleischgewordene Wort starb am Kreuz. Weil das Wort das Fleisch auf diese Weise von den Menschen angenommen hat, ist Jesus der letzte Adam und hat der Menschheit gegenüber die gleiche Stellung, wie sie der erste Adam, aus dem die Menschheit entsprossen ist, hatte. Das Fleisch, als von Gott verflucht, gab er in den Tod, es wurde begraben, und Gott hat es auferweckt und in den unsterblichen Zustand zu seiner Rechten erhöht, um für alle Ewigkeit in diesem seinem Haus zu wohnen; das ist das Wort der Wahrheit. Eine andere Wahrheit gibt es nicht; ein anderes Wort der Wahrheit gibt es heute nicht und in Ewigkeit nie mehr, wie es ursprünglich im Schoß des Vaters war. Die ganze Schöpfung ist im Wort, in Jesus, im Sohn Gottes. Daß Jesus starb am Kreuz, begraben wurde, Gott ihn auferweckt hat aus dem Tode und zu seiner Rechten erhöht hat, das ist die Wahrheit der Erlösung, daß wir Menschen fleischlich unter die Sünde verkauft und im Wort der Wahrheit aus diesem Todesleib erlöst sind. Wer nach dieser Wahrheit nicht sucht, kann wohl durch das Wort der Wahrheit erzeugt worden sein, so daß das, was er vom Wort Gottes aufgenommen hat, in ihm zur Kindschaftsstellung zeugend wirkt; aber sobald die vorhandenen Lebenswirkungen nicht unter den entsprechenden Verhältnissen und Bedingungen wachsen und sich entfalten können, weil die zur Entfaltung des Lebens nötigen Bedingungen nicht mehr vorhanden sind, hört das Leben bald wieder auf, es stirbt. Darum heißt es: „Du hast den Namen, daß du lebest und bist tot.“ (Offb.3,1), – nicht weil ein solcher Mensch kein Kind Gottes mehr ist; denn das Zeugnis gilt einem der sieben Engel, die der Herr in seiner Rechten hält und dem er trotz dieses Zeugnisses noch den Auftrag gibt: „stärke das Übrige, was sterben will.“ (Vers 2) Gott ist nicht so schnell mit einem seiner Kinder fertig, wie die Menschen untereinander bald miteinander fertig sind; dazu braucht es oft nicht so besonders viel unter Gotteskindern. Gott beweist so immer wieder aufs neue seine Absichten, aber es muß uns klar sein: wenn wir Kinder Gottes sind, so muß vorhandenes Leben in entsprechenden Verhältnissen sich entfalten können. Dem Leben die nötige Entfaltungsmöglichkeit zu nehmen, bedeutet Verderben des Lebens. Man kann Leben nicht auf einen gewissen Tiefstand zurückschrauben. Leben läßt sich nicht einkapseln; entweder es kann sich entfalten und weiter entwickeln, oder es verkümmert und stirbt. Daß Kinder Gottes Leben wieder verlieren, daß sie den Namen haben, daß sie leben, und tot sind, ist an und für sich kein Wunder; es ist vielmehr zu verwundern, daß manche Kinder Gottes überhaupt noch meinen, daß sie Leben haben, während sie die für das Leben nötigen Lebensbedingungen gar nicht schaffen. Es ist hier in Hebr.4,12 unterschieden zwischen der Milch und der festen Speise. Die Anfangsgründe der Worte, die Anfangslehre von Christus entspricht der Milchspeise des Wortes Gottes, dem Evangelium. Die feste Speise macht zum Unterschied von der Milchspeise, bei der das Kind Gottes im Wort der Gerechtigkeit unerfahren bleibt, das Kind Gottes vollkommen. Durch Milch, die Anfangslehre von Christus, bleibt es im Wort der Gerechtigkeit unerfahren, und von dieser Stellung aus soll es zur Vollkommenheit übergehen, und die feste Speise soll dann zu dieser Vollkommenheit dadurch führen, daß das Kind Gottes durch Übung geschulte Sinne hat zur Unterscheidung des Guten und des Bösen. Mit dem Guten ist auf das Wort der Gerechtigkeit, mit dem Bösen auf die Stellung hingewiesen, in der das Kind Gottes die nötige Erfahrung im Wort der Gerechtigkeit nicht erlangt. Wenn aber die Entwicklung nicht dahin führen kann, daß das Kind Gottes im Wort der Gerechtigkeit erfahren wird, so kann es auch das durch das Wort der Wahrheit erzeugte Leben nicht behalten; denn das muß sich zum Gerechtigkeitsbesitz entfalten. Wo der Besitz der Gerechtigkeit nicht erlangt wird, da muß das Kind Gottes vom Wort der Wahrheit, durch das es erzeugt worden ist, abweichen und muß in die eigene Gerechtigkeit, in die Selbstgerechtigkeit hineinlaufen, und das ist dann das Böse, in das das Kind Gottes hineingerät. Wenn Milch und feste Speise einander gegenübergestellt ist, so können wir diese feste Speise mit dem vergleichen, was Jesus gesagt hat, so wie es uns in Joh.6,32-36 berichtet ist: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, nicht Moses hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. 33. Denn das Brot Gottes ist dasjenige, welches vom Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt. 34. Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot! 35. Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. 36. Aber ich habe es euch gesagt, daß ihr mich gese¬hen habet und doch nicht glaubet.“ Und nachher erklärt er es ihnen weiter: „47. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer glaubt, der hat ewiges Leben. 48. Ich bin das Brot des Lebens. 49. Euere Väter haben das Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben. 50. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterbe. 51. Ich bin das lebendige Brot, vom Him-mel herabgekommen. Wenn jemand von diesem Brote ißt, der wird in Ewigkeit le-ben; und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt.“ Das ist zum Unterschied von der Milch die feste Speise und ist zum Unterschied von der Stellung des Kindes Gottes, wenn es unter Vormündern und Verwaltern steht, das Wachstum, in dem es heranreift, um das, was von dem Hohenpriestertum nach der Ordnung Melchisedeks gesagt ist, verstehen zu können. Brot vom Himmel wollten auch die Juden damals schon gerne haben. Als Jesus ihnen aber sagte: „Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esset und sein Blut trinket, so habt ihr kein Leben in euch“ (Joh,6,53), da gab er damit aber nicht nur den Juden, sondern seinen eigenen Jüngern, die ihm nachgefolgt waren, so Anstoß, daß viele nicht mehr mit ihm gingen und er daraufhin auch seine zwölf Jünger fragte: „Wollt ihr nicht auch weggehen?“ (Vers 67) So ist bis heute das noch der Unterschied unter den Kindern Gottes in ihrer Stellung: die Milch der Anfangsgründe der Worte Gottes und die feste Speise, das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist und der Welt das Leben gibt. Den Unterschied zwischen Milch und Brot zeigt das Kind Gottes in seiner Stellung im Anfang als die Zeugung durch das Wort der Wahrheit. In der Weiterentwicklung muß es nicht nur wissen, daß es, durch das Wort der Wahrheit gezeugt, ein Kind Gottes ist, das durch Jesus Vergebung seiner Sünden hat, es muß vielmehr lernen, das Brot zu essen, das vom Himmel herabgekommen ist. Dies ist das Fleisch Jesu, und dieses Fleisch Jesu muß gegessen und sein Blut muß getrunken werden. Wer das nicht tut, hat kein Leben; er ist, seit die Zeugung durch das Wort der Wahrheit erfolgt ist, wieder gestorben. Als Jesus zu Nikodemus sagte: „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!“ (Joh.3,3), da hat der gefragt: „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in seiner Mutter Schoß gehen und geboren werden?“ (Vers 4) Er hat es ebensowenig verstanden, was Jesus mit dieser Neugeburt sagen wollte, wie es seine Jünger verstanden haben, als er ihnen sagte, sie müßten sein Fleisch essen und sein Blut trinken, um Leben zu haben. Es ist bis heute das, was die Kinder Gottes voneinander trennt. Die einen essen das Fleisch Jesu, sie trinken sein Blut; die anderen nähren sich von Milch, das heißt, sie beschäftigen sich mit den Anfangsgründen des Wortes, mit der Anfangslehre von Christus. Das Brot ist ihnen eine zu feste Speise, sie bekommen Magenbeschwerden; sie können es nicht verdauen. Man hat es dann in den Genuß des Abendmahls umgedeutet, daß man das Fleisch des Sohnes Gottes esse und sein Blut trinke, indem man nicht nur Brot am Tisch des Herrn austeilt zum Zeugnis, daß alle, die von einem Brot essen, ein Leib sind, und die aus einem Kelch trinken, bezeugen, daß sie an dem Blut ihren Anteil haben im Bewußtsein, daß ihre Schuld getilgt ist, man ist noch weitergegangen und hat gesagt, das Brot müsse nicht mehr Brot sein, wenn man es genieße, es müsse Fleisch sein von Jesus; der Wein müsse sein Blut sein. Nur ist man in Streit darüber geraten, wann die Verwandlung erfolge, ob sie, wie es anfänglich gelehrt wurde, durch den amtierenden Priester geschehe, daß er die Macht und Fähigkeit habe, Brot in den Leib Jesu umzuwandeln und Wein in sein Blut, oder ob diese Verwandlung auf eine andere Weise, zu einer anderen Zeit stattfinde. Man ist dann in der späteren Zeit zu der Lehre übergegangen, daß diese Verwandlung nicht mehr durch Vermittlung eines Priesters erfolge, sondern beim Genuß. Man hat sich sogar mit dem Gedanken auseinandersetzen müssen, wenn die Hostie, die den lebendigen Jesus darstellt, weil sie aus Brot in diesen lebendigen Jesus umgewandelt worden sei, nicht mehr ausreiche, weil so viele zum Genuß des Mahles zusammengekommen seien, so daß die nötigen Hostien nicht da seien, und wenn man die Hostie breche, ob man den Leib Jesu entzweibreche, so daß man nur einen Teil von Jesus genieße – oder wie das gedacht werden müsse. Da hat man dann die Lehre darauf aufgebaut, daß dann, wenn die Hostie auch gebrochen sei in so viele kleine Teile, doch in jedem einzelnen Teilchen der ganze Jesus vorhanden sei und vom Kommunikanten genossen werde. Alle solche Lehren, und noch viel mehr, hat man aus solchen Schriftdeutungen konstruiert, weil Jesus sagt, daß der, der sein Fleisch nicht esse und sein Blut nicht trinke, kein Leben habe. Anders sagt es uns Gottes Wort, nämlich daß das Wort der Wahrheit das von Gott gezeugte, in das Fleisch gekommene Wort sei, das am Kreuz gestorben ist, begraben wurde, auferweckt worden ist aus dem Tode, im unsterblichen Leib in den Himmel gefahren, zur Rechten Gottes erhöht wurde und dort als das Erbe der Kinder Gottes aufbewahrt wird, bis Jesus wiederkommt. Alle, die dann bei seinem Kommen bereit sind, bekommen dieses Erbe, das Fleisch und Blut, den Leib Jesu, in Besitz, so daß sie damit überkleidet werden, wenn sie nicht entkleidet werden, weil das Sterbliche in ihrem Leibe dann verschlungen wird von diesem Fleisch und Blut des Sohnes Gottes. Wenn es bei einem Kinde Gottes dahin kommen soll, daß es zu denen gehört, die, wenn Jesus wiederkommt, auf ihn warten, um Miterbe zu werden, so muß ein solches Kind Gottes das Fleisch und Blut Jesu vollständig gegessen, sein Blut vollständig getrunken haben. Das geschieht aber nicht beim Essen des Mahles, das der Herr angeordnet hat, weil alles durch den natürlichen Gang geht, wie ihn alle Speise nimmt. So muß das Fleisch Jesu gegessen und sein Blut getrunken werden, daß das Kind Gottes alles, was Jesus in diesem Fleisch und Blut vollbracht hat, erkennt, daß es zu wirklicher Erkenntnis des Sohnes Gottes wird bei denen, die, durch das Wort der Wahrheit gezeugt, in Aufrichtigkeit danach streben, vom Baum des Lebens im Paradiese Gottes zu essen, um ihr Ziel, die Unsterblichkeit, durch Leibesverwandlung zu erlangen. Jedes Kind Gottes, das diese Stellung, diese Aufrichtigkeit, diesen Ernst, nach diesem von Gott bestimmten Ziel zu streben, nicht hat, kann nicht dazu gelangen. Das Kind Gottes kann nicht in ihm bleiben, wenn es nicht alles in der rechten Erkenntnis aufnimmt, was Jesus als fleischgewordenes Wort am Kreuz, im Grab und in der Auferstehung zur Rechten Gottes darstellt, alles, was durch ihn zustande gekommen ist – und wenn es nicht im Glauben dieser Erkenntnis entsprechend vollendet wird. So ißt das Kind Gottes das Fleisch des Sohnes Gottes, so trinkt es sein Blut, indem es in dem Leib Jesu den Leib sieht, den der Vater dem Sohne als den Leib Adams durch die Jungfrau Maria gegeben hat, den jeder Mensch auf dem Wege der Fortpflanzung durch Zeugung und Geburt empfängt. Wenn ein Kind Gottes bei der Anfangslehre von Christus, den Anfangsgründen des Wortes bleibt und sich als Person und Jesus als Person, das Wort Gottes in das Fleisch gekommen, als getrennte Persönlichkeiten sieht, dann bleibt das Kind Gottes bei der Milch stehen und wird nicht den Geist der Wahrheit, aber den Geist des Irrtums, nicht den Geist Christi, aber den Geist des Antichristen aufnehmen. Es kann nicht mit der Milchspeise im unmündigen Zustand sein geistiges Leben erhalten. Entweder es muß die Bedingungen schaffen, daß sich das geistige Leben entfalten kann, entweder es muß das Wort der Wahrheit, das Fleisch und Blut von Jesus essen und trinken und den Geist der Wahrheit aufnehmen, oder es bleibt in seiner Person in der Stellung, wie sie der Engelfürst durch Zeugung der Lüge eingenommen hat, indem er seine eigene Person an Gottes Platz setzen wollte und gesetzt hat und sich durch Zeugung zum Vater der Lüge und zum Gott gemacht hat. Wenn ein Kind Gottes nicht den Geist der Wahrheit aufnimmt, daß Jesus das Fleisch und Blut, das die Menschen gemeinsam tragen, angenommen hat, kann es auch nicht den Geist Christi erlangen, der in dem Zeugnis von Johannes dargestellt ist, wenn er sagt, daß Jesus „nicht mit Wasser allein gekommen ist, sondern mit Was¬ser und Blut; 7. und der Geist ist es, der da zeuget, daß der Geist die Wahr¬heit ist. 8. Denn drei sind, die da zeugen: der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind einig.“ (1.Joh.5,6-8) Es gibt keinen Geist der Wahrheit, als wie er im Wort, in Jesus Christus, dargestellt ist, was Gott durch seinen Sohn vollbracht hat, indem Gott seinen Sohn hingab und Jesus in seinem Sterben am Kreuz, in seinem Grab, in seiner Auferstehung und Himmelfahrt diesen Leib, den wir im sterblichen Zustand tragen, auf diesem Wege in den unsterblichen Zustand der Herrlichkeit gebracht hat. Von dieser Wahrheit getrennt gibt es keinen Geist der Wahrheit, als nur in Jesus, wie er sein Zeugnis niederlegte in der Taufe, um zu beweisen, daß alle Gerechtigkeit erfüllt werden müsse im Zeugnis, daß das vom Fleisch Geborene dem Tod geweiht sei, indem er von diesem Zeugnis geradewegs weiter ging, bis zu diesem Wasserzeugnis das Blutzeugnis von ihm hinzugefügt wurde. Nur in diesem Jesus wohnt der Geist der Wahrheit, der Zeugnis dazu gibt, daß diese Stellung des Sohnes Gottes die Wahrheit sei, daß Jesus gekommen ist, den Willen seines Vaters zu tun, sein Werk zu vollenden, und dieses Werk sind wir, sagt Paulus: „Wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, daß wir darinnen wandeln sollen.“ (Eph.2,10) So kommt es, daß Paulus bezeugen muß: „24. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlö¬sen aus diesem Todesleib?“ (Röm.7), weil er es erfahren hat, daß in seinem Fleisch nichts Gutes wohnt, daß die Sünde als ein Gesetz in seinen Gliedern wohnt, daß er das Gute nicht tun kann, das er tun will. Dann wird ihm auf diese Erfahrung hin das Licht zuteil, daß er sagen kann: „25. Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern Herrn! Ich, für mich selbst, diene also mit der Vernunft dem Gesetze Gottes, aber mit dem Fleische dem Gesetz der Sünde.“ 8. „1. Also gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, welche in Christo Jesu sind. 2. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. 3. Denn was dem Ge¬setz unmöglich war, - indem es geschwächt wurde durch das Fleisch, - das hat Gott getan, nämlich die Sünde im Fleisch verurteilt, indem er seinen Sohn sandte in der Ähnlichkeit des sündlichen Fleisches und um der Sünde willen.“ (Röm.7,25-8,3) So lautet nun das Zeugnis nach den Anfangsgründen, der Milchspeise: ‚Das Gesetz verlangt von mir, dem Kinde Gottes, daß ich mich nicht gelüsten lassen soll, und indem ich mich zu dieser Forderung stelle und das Gutes tun will, wird die Sünde lebendig und wirkt nun allerlei Gelüste, verführt und tötet mich.’ Aber dann kommt Paulus und sagt: ‚Gottes Ewigkeitswille und Ratschluß hat uns das Geheimnis kundgetan, alles, was im Himmel und auf Erden ist, zusammenzufassen in dem einen Haupt, Jesus Christus.’ So hat er dann alle Menschen, alle Geschöpfe im Himmel und auf Erden, durch sein einmaliges Opfer mit Gott versöhnt, indem er sie in einem Leibe, in seinem Leibe mit Gott versöhnt, zu einem neuen Menschen geschaffen hat. Alles, was die adamitische Schöpfung darstellt, stellt der zweite Adam, Jesus Christus, dar. Jesus ist nun, in seiner Vollkommenheit aus den Toten auferweckt, zur Rechten Gottes erhöht, Urheber des ewigen Heils und von Gott erklärt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. Nun richten wir unseren Blick darauf, daß wir nicht einen Hohenpriester haben, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten! Was sind dann das für Schwachheiten des Kindes Gottes? Worin zeigen sie sich denn, die das Mitleid des Hohenpriesters in seinem vollendeten Herrlichkeitszustand zur Rechten Gottes so erregen, daß er dem Kinde Gottes offenbar wird in dieser Stellung und offenbar werden will als der Thron der Gnade? Wir beachten nun, was die Heilskleider, von denen Jesaja redet, in dem bedeuten, was Gott durch Jesus als das Heil zustande gebracht hat, wie er in diesem Fleisch der Menschen ans Kreuz ging, wie sein Sterben am Kreuz einen Heilsabschnitt bedeutet, wie sein Grab einen weiteren Heilsabschnitt darstellt, wie seine Auferstehung aus den Toten wieder ein Heilsabschnitt ist, wie seine Himmelfahrt, sein Sitzen zur Rechten Gottes wieder ein solcher Abschnitt des Heils ist, so daß sich ein Kind Gottes nicht ohne weiteres, auch nicht bloß erkenntnismäßig, den Rock der Gerechtigkeit, fertiggemacht durch Jesus Christus, umwerfen kann. Sondern es gilt, so wie Noah die Arche zur Rettung durch die Flut für sich und sein Haus bauen mußte, daran zu lernen. Stück für Stück, jedes einzelne Teilchen, das zu dieser Arche notwendig war, mußte ineinandergefügt und so zusammengebracht werden, daß es schon damals ein Werk darstellte, dem die heutigen Ozeanriesen sicher an Haltbarkeit nicht im geringsten überlegen sind. Wir können uns die Flut wohl so vorstellen, daß der schlimmste Ozeanorkan kein solches Tosen und Branden verursacht, wie die Wasser in jener Flutzeit den Erdboden bedeckten, und die Arche hat alle Nöte und Schwierigkeiten, die es dabei gab, ausgehalten und ist fest geblieben; kein Stück hat versagt, kein Tropfen Wasser ist durchgesickert. So wie dieses Haus der Rettung für Noah und seine Familie hergestellt werden mußte, ist es ein Vorbild, wie jeder Teil des Heils, das in Jesus zustande gekommen ist, so erkannt und alles so zueinandergebracht werden muß, daß ein Kind Gottes, mit der ganzen Waffenrüstung bekleidet, am bösen Tage alles wohl ausrichten kann, um allen satanischen Machtentfaltungen, in dieser Arche des Heils geborgen, standzuhalten vermag. Einmal steht in der Schrift: „Und wer ist hierzu tüchtig?“ (2.Kor.2,16) Das könnten wir fragen. Nach einer Zeit von bald zweitausend Jahren ist die Forderung, eins zu werden in der Erkenntnis und im Glauben, noch nie verwirklicht worden. Je mehr Zeit verstreicht, – diese Harmonie in der Erkenntnis und im Glauben ist immer geringer geworden. Wie soll es überhaupt möglich werden, daß eine solche Erkenntnis des Heils, ein solches Erfassen dieser Heilsgewänder, das Bekleidetwerden mit ihnen, das Angetanwerden mit dem Rock der Gerechtigkeit endlich möglich wird, daß das Kind Gottes in den kommenden Gerichten so auf Felsengrund stehen kann, so daß es am Tage des Herrn, am Tage des Gerichts, keine Furcht hat, weil Furcht nicht in der Liebe ist? Wie köstlich ist es da, zu wissen, daß wir nicht einen Hohenpriester haben, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten! Werden diese Schwachheiten nicht nur in der mangelhaften Erkenntnis dessen offenbar, was in Jesus als unserem Heil zustande gekommen ist, nicht nur darin, daß sich das Kind Gottes immer und immer anklagen muß, daß es seine Stellung als Kind Gottes doch sicher nicht so ausgenützt hat, daß es ihm mit Ernst darum zu tun war, die Erkenntnis von dem von Gott in Christo gegebenen Heil nach Möglichkeit zu erlangen? „Ich bin der Welt gekreuzigt, und die Welt ist mir gekreuzigt“ (vergl.Gal.6,14), hat Paulus gesagt. Er hat auch gesagt: „Was ich aber jetzt im Fleische lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes.“ (Gal.2,20) Wir hören von Johannes: „15. Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn je¬mand die Welt lieb hat, so ist die Liebe zum Vater nicht in ihm“ (1.Joh.2,15), und von Jakobus: „4. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherin¬nen, wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Feindschaft gegen Gott ist? Wer immer der Welt Freund sein will, der steht da als ein Feind Gottes!“ (Jak.4,4) Was sagen wir dazu? Haben wir keine Schwachheiten aufzuweisen? Wir mögen heute Kinder Gottes sein, wir mögen es schon viele Jahrzehnte sein, – haben wir keine Schwachheiten aufzuweisen, keine Schwachheiten in der Erkenntnis des Heils, keine Schwachheiten im Glauben an das Heil? Würden die Gerichtsfluten heute hereinbrechen, könnten wir dann ohne Furcht allem entgegensehen in völliger Zuversicht? Wie steht es? Können wir heute sagen: ‚Wir brauchen das Mitleid eines Hohenpriesters nicht, wir haben ja den Erlöser; wir haben ja die Erlösung, wir haben unsere Stellung zu Jesus, was brauchen wir einen Hohenpriester, was brauchen wir sein Mitleid?’ Das könnten wir sagen, wenn wir in der Erkenntnis des Heils vollkommen wären, wenn wir den satanischen Anklagen gegenüber, die Tag und Nacht gegen die Brüder erfolgen, so bestehen könnten, daß wir auch sagen könnten: „Denn es kommt der Fürst dieser Welt, und an mir hat er nichts.“ (Joh.14,30) Wir sind nun hier zusammen, laßt uns ein wenig Selbstprüfung üben! Wer jetzt sagen kann: „An mir hat er nichts“, der möge aufstehen! Wir würden ihn gewiß gerne sehen. Wenn wir das nicht können, dann seien wir vorsichtig, einen Hohenpriester und sein Mitleid geringzuachten; denn wenn dieser Hohepriester in seinem Mitleid nicht vor Gott als unser priesterlicher Stellvertreter seinen Dienst ausrichtet beim Vater, wenn der Verkläger seine Anklagen vor Gott bringt, dann müßte Gott uns diesen satanischen Anklagen gemäß vielleicht so in Satans Hände geben, wie uns das Hiobs Erfahrung zeigt. Lernen wir es, fassen wir es, begreifen wir es? Wenn Gott nicht immer so mit uns umgeht, wie es unserer Stellung, unserem Leben, unserem Verhalten entsprechen würde, dann haben wir es immer und in erster Linie dem Hohenpriester und seinem Dienst, dem Mitleid, das er mit uns hat, seinem Vertreten beim Vater um unserer Schwachheiten willen zu verdanken, und vielleicht haben wir diesem Hohenpriester dafür nicht einmal die geringste Anerkennung gezollt. Wir wissen ungefähr, wie es Menschen machen, wenn sie Wohl¬¬taten über Wohltaten über ihre guten Freunde häufen, wie es ihnen zuletzt nur mit Undank vergolten wird. Dann sagen sie zuletzt: ‚Nun wird einmal Schluß gemacht, solche Menschen sind der Wohltaten nicht wert!’ Aber der Hohepriester in seinem Mitleid sieht fort- und fortgesetzt Schwachheiten der Kinder Gottes, und in seinem Mitleid tritt er für sie beim Vater ein. So ist die Ursache für das wunderbare Gnadenwalten Gottes die überschwengliche Barm¬herzigkeit, die der Vater immer wieder seinen nicht immer gehorsamen Kindern erweist, – nicht um ihretwillen, sondern um des Hohenpriesters willen und um seines Mitleides und seiner Stellung willen, die er in seinem Mitleid für die Kinder Gottes einnimmt. Fassen wir es? Denken wir dem nach, überlegen wir das! Es wird uns sicher zur Selbstbesinnung, zur Beugung, zur Buße über unsere Stellung, über vieles Verfehlte bringen und schließlich zum dankbaren Anerkennen des Einsatzes unseres Hohenpriesters nach Gottes Willen und Ordnung für uns. Und wenn wir dessen eingedenk werden, dann werden wir mehr Zuversicht, größere Freudigkeit, kindlicheren Glauben, einfältigere Hoffnung schöpfen im Ausblick auf das uns vorgehaltene Ziel; denn wir dürfen es dann immer vollkommener sehen, daß nicht nur das Opfer für uns spricht, sondern unser Herr selbst Bürgschaft leistet als Hoherpriester für die Stellung der Kinder Gottes beim Vater. ¸¸¸¸¸¸¸

Marijah — 23 May 2012, 02:01

Joh. E. Keller Bibliothek Nr. 6194 Faurndau, 9.6.1936 A

Jakobus 1

Inhalt: Die Kennzeichen des Wachstums im Glauben. _____________________________________________________________________ Jakobus 1. „1. Jakobus, Gottes und des Herrn Jesu Christi Knecht, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zer¬streuung sind! 2. Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfech¬tun¬gen fallet, 3. da ihr ja wis¬set, daß die Bewährung eu¬res Glaubens Geduld wir¬ket. 4. Die Geduld aber soll ein voll¬kommenes Werk haben, damit ihr voll¬kommen und untadelig seid und es euch an nichts mangle. 5. Wenn aber je¬mand unter euch Weis¬heit mangelt, so erbitte er sich solche von Gott, der al¬len gerne gibt, ohne zu schelten, so wird sie ihm ge¬ge¬ben werden. 6. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zwei¬felt, der gleicht der Mee¬res¬woge, die vom Winde hin und her getrieben wird. 7. Ein solcher Mensch denke nicht, daß er et¬was von dem Herrn empfangen werde. 8. Ein Mann mit geteiltem Her¬zen ist un¬beständig in al¬len seinen Wegen. - 9. Der Bru¬der aber, in niedrigem Stande, rüh¬me sich seiner Ho¬heit; 10. der Reiche da¬gegen seiner Niedrigkeit; denn wie ei¬ne Blume des Grases wird er vergehen. 11. Denn kaum ist die Sonne mit ihrer Hitze aufge¬gangen, so verdorret das Gras und seine Blume fällt ab und seine schöne Ge¬stalt vergeht, so wird auch der Reiche auf seinen Wegen verwel¬ken. - 12. Selig ist der Mann, der die An¬fechtung er¬dul¬det; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Le¬bens empfangen, welche der Herr verheißen hat denen, die ihn lieben! 13. Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott ist un¬berührt vom Bösen; er versucht aber auch selbst niemanden. 14. Son¬dern ein jeglicher wird ver¬sucht, wenn er von seiner eige¬nen Lust gereizet und gelocket wird. 15. Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. 16. Irret euch nicht, mei¬ne ge¬liebten Brüder: 17. Jede gute Gabe und jedes vollkommene Ge¬schenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lich-ter, bei wel¬chem keine Verände¬rung ist, noch eine Spur von Wech¬sel. 18. Nach seinem Willen hat er uns er¬zeu¬get durch das Wort der Wahrheit, damit wir eine Erstlingsfrucht sei¬ner Ge¬schöpfe würden. 19. Ihr wisset es, meine ge¬liebten Brüder. Es sei aber je¬der Mensch schnell zum Hören, langsam aber zum Reden, lang¬sam zum Zorn; 20. denn des Men¬schen Zorn wirket nicht Got¬tes Gerech¬tigkeit! 21. Darum le¬get ab alle Befleckung und allen Überfluß von Bosheit und nehmet mit Sanftmut auf das ein¬ge¬pflanzte Wort, wel¬ches eure See¬len retten kann! 22. Seid aber Täter des Wor¬tes und nicht Hörer allein, womit ihr euch selbst betrü¬get. 23. Denn wer ein Hö¬rer des Wortes ist und kein Täter, der gleicht einem Manne, der sein leibli¬ches Angesicht im Spiegel be¬schaut; 24. nachdem er sich betrachtet hat, geht er davon und hat bald verges¬sen, wie er gestaltet war. 25. Wer aber hinein¬schaut in das vollkommene Ge¬setz der Freiheit und dabei beharrt, nicht als ein ver¬geßlicher Hörer, sondern als ein Täter des Werks, der wird selig sein in seinem Tun. 26. Wenn jemand fromm zu sein meint, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, des¬sen Frömmig¬keit ist wertlos. 27. Reiner und unbefleckter Got¬tes¬dienst vor Gott dem Vater ist es, Waisen und Witwen in ih¬rer Trübsal zu besuchen und sich von der Welt unbe¬fleckt zu er¬halten.“ _____________________________________________________________________ Jakobus sagt: „2. Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfech-tun¬gen fallet, 3. da ihr ja wis¬set, daß die Bewährung eu¬res Glaubens Geduld wir-ket. 4. Die Geduld aber soll ein voll¬kommenes Werk haben, damit ihr voll¬kommen und untadelig seid und es euch an nichts mangle.“ Damit ist darauf hingewiesen, daß diese mancherlei Anfechtungen in Gottes Hand das Mittel sind, das er dazu gebraucht, daß sich das Kind Gottes in seinem Glauben in seinen Anfechtungen bewähren lernt. Wenn das der Fall ist, so ist damit auch bewiesen, weshalb sich das Kind Gottes in den Anfechtungen freuen soll. Die Anfechtungen sind natürlich nicht aus dem Grund Ursache zur Freude, weil sie etwas Angenehmes sind. Das weiß jedes Kind Gottes, daß es sich um der Annehm-lichkeit willen keine Anfechtungen wünscht. Wir wissen, daß die Anfech¬tungen eher verwünscht werden, als daß man sie herbeiwünscht. Man möchte lieber keine Anfechtungen haben, weil das Leben ohne Anfechtungen angenehmer ist als mit Anfechtungen. Also nicht das Angenehme im Leben ist die Ursache, weshalb Kinder Gottes Anfechtungen als Freude empfinden sollen, sondern nur die Tatsache kommt diesbezüglich in Betracht, wenn Kinder Gottes es für lauter Freude achten sollen, wenn sie in mancherlei Anfechtungen fallen, weil sie wissen, daß die Bewährung ihres Glaubens Geduld wirkt. Somit muß die Bewährung des Glaubens des Kindes Gottes den Anfechtungen gegenüber erlangt werden. Zur Glaubensbewährung sind diese Anfechtungen notwendig; sie sind unerläßlich. Deshalb müßte jedes Kind Gottes sich über beides, die Anfechtungen und die Glaubensbewährung, recht gründlich klarwerden. Es ist ja nicht so, daß das Kind Gottes in Unkenntnis über die Anfech¬tungen ist, auch weiß es etwas von Glauben. Aber man täuscht sich ganz gewaltig, wenn man meint, daß gerade dadurch, daß Kinder Gottes mancherlei Anfechtungen ha¬ben und im Glauben stehen, ihnen deshalb beides, die Anfechtungen und der Glaube um der Glaubensbewährung willen, genügend bekannt sei. Wenn wir uns darüber Rechenschaft geben wollten, was Anfechtungen sind, würden wir doch sicher im großen ganzen finden, daß Kinder Gottes nur das für Anfechtungen an¬sehen, was ihnen unangenehm ist. Wir müssen uns über beides klar werden, die Anfechtungen und die Glaubensbewährung, so daß die Verbindung, die zwischen Anfechtungen und Glaubensbewährung gezeigt ist, erkannt wird. Wenn wir annehmen, daß dem Kinde Gottes der Glaube bekannt sei, täuschen wir uns auch darin ganz gewaltig. Es ist mit dem Glauben genauso wie mit dem Wachstum im Natürlichen. Durch das Wachstum verändert sich fortgesetzt die Gestalt. Wir sehen das besser beim Kind als beim Erwachsenen. Woran nimmt man das Wachstum beim Kind am besten wahr? Daß die Kleider zu klein werden. So sieht man immer am besten, wie Kinder wachsen; in ein paar Monaten ist ihnen alles wieder zu klein, und sie brauchen wieder ein neues Gewändchen. Das Wachs¬tum bedingt das Neue, man muß die Kleider dem Wachstum anpassen. Es ist mit der Natur so: das Wachstum bildet beständig ein neues Bild, es verändert sich alles durch das Wachstum. Es ist nicht so, daß bloß Wachstum da ist, sondern das Wachstum schafft Gestaltung. Das Wachstum schafft nicht auf einmal eine Gestalt, im Wachstum liegt eine fortgesetzte Umgestaltung der Gestalt, eine fortgesetzte Veränderung der Gestalt auf allen Gebieten. Das ist Wachstum. Der Glaube stellt dieses Wachstum des Kindes Gottes dar. Darum ist es nicht so mit dem Glauben des Kindes Gottes, wie man sich das einbildet, daß man durch Gläubigwerden gläubig ist, so wenig, wie deshalb, weil ein Kind geboren ist, das Kind nun deshalb unveränderlich bleibt. Das Kind lebt eben nicht unveränderlich, es ist in seinem Leben eine lebendige Veränderung. Was lebt, ist eine fortgesetzte Veränderung. Deshalb ist der Glaube nicht da, weil jemand gläubig ist; der Glaube ist so da, wie er das geistige Wachstum des Kindes Gottes darstellt. Nur findet in diesem geistigen Wachstum ein Vorgang statt, der im natürlichen Wachstum nicht zu finden ist. Das natürliche Wachstum ist ein beständiges, stetiges Sich-Entfalten. Das ist im geistigen Wachstum, im Glauben nicht der Fall. Das geistige Leben des Kindes Gottes stellt vielmehr eine Fieberkurve dar. Wenn ein Kranker Fieber hat und das Fieber wird aufgezeichnet, dann sieht man eine Zickzacklinie auf dem Papier, man weiß, daß das Fieber die größte Wandlung und Veränderung aufweist, und dem gleich ist das Glaubensleben des Kindes Gottes. Wenn der Mensch wächst, dann ist er jeden Tag einen Tag älter. Wenn das Kind Gottes im Glauben wächst, dann kann es an einem Tag des Glaubens einen Tag jünger geworden sein und eines Tages Maß Glauben weniger haben, als es einen Tag vorher gehabt hat. Als Wachstum kann man das nicht bezeichnen. Ein Kind kann krank sein, kann sich weniger entwickeln als ein anderes, es kann zuletzt sterben, aber es weist die Schwankungen, das Auf und Ab, wie es im geistigen Leben geschieht, nicht auf. Wenn von der Bewährung des Glaubens die Rede ist, so muß sich ein Kind Gottes erst gründlich prüfen und klarwerden, ob es praktisch die Bewährung des Glaubens richtig versteht und in seiner Erfahrung zu beurteilen vermag. Vieles, was Gottes Wort sagt, kommt unter das Urteil von Jakobus, daß man ein Hörer des Wortes ist. Es ist einem wohl bekannt, was das Wort sagt; man kennt Ausdrücke, aber nicht immer die Tat, von dem einem der Ausdruck bekannt ist. Wenn ein Kind Gottes sich in seinem Glauben bewähren soll, dann bedeutet das, daß es in seinem Glauben beständig gleichmäßig sein soll. Der Glaube soll dann die Fieberkurve geistiger Krankheit nicht aufweisen, wie auch der gesunde Mensch keine solche Fieberkurve hat. In erster Linie kommt es für den Glauben in der rechten Erkenntnis und Beurteilung desselben darauf an, daß man weiß, was man glaubt. Wenn Jakobus nachher sagt, daß Gott das Kind Gottes nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit erzeugt hat, dann wird dieses Zeugnis durch das, was Paulus den Ephesern schreibt, ergänzt, indem er sagt: „13. In welchem auch ihr, da ihr gehöret habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium euerer Rettung, in welchem auch ihr, da ihr glaubtet, versiegelt worden seid mit dem heiligen Geiste der Verheißung.“ (Eph.1,13) So müssen diese beiden Zeugnisse auf die Anfangserfahrung hinweisen, die der Mensch durch das Wort Gottes macht, wodurch er Kind Gottes wird. Er hört das Wort der Wahrheit, das Evangelium der Rettung, und glaubt es. Dadurch, daß er das Wort der Wahrheit hört und es glaubt, es anerkennt und aufnimmt, wird er nach dem Willen Gottes durch das Wort der Wahrheit erzeugt. Das Wort der Wahrheit ist für einen Menschen der Zeugungssame zum Leben, zum geistigen Lebensbesitz. Wenn man sich also fragen soll, was man glaubt, dann ist in diesen beiden Stellen das, was das Kind Gottes glaubt, „das Wort der Wahrheit, das Evangelium der Rettung“ genannt. Diese Worte erklären uns dann, was Jesus mit seinen Worten meint, wenn er z.B. zu Nikodemus gesagt hat: „12. Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen Dingen sagen werde?. 13. Und niemand ist aufgestiegen in den Himmel, als der aus dem Himmel herabgestiegen ist, des Menschen Sohn, der im Himmel ist. 14. Und wie Moses in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß des Menschen Sohn erhöhet werden, 15. auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. 16. Denn also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Joh.3,12-16) Später sagt er dann wieder zu den Juden: „47. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer glaubt, der hat ewiges Leben. 48. Ich bin das Brot des Lebens. 49. Euere Väter haben das Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben. 50. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterbe. 51. Ich bin das lebendige Brot, vom Him-mel herabgekommen. Wenn jemand von diesem Bro¬te ißt, der wird in Ewigkeit le-ben; und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt.“ (Joh.6,47-51) In dieser Weise hat Jesus wiederholt gesprochen und gefordert, an ihn zu glauben. Paulus hat diesen Glauben in Röm.10,9-11 erklärt, indem er sagt: „9. Denn wenn du mit dei¬nem Munde Jesum als Herrn bekennest und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn von den Toten auferwecket hat, so wirst du gerettet; 10. denn mit dem Herzen glaubt man, um ge¬recht, und mit dem Munde bekennt man, um gerettet zu werden; 11. denn die Schrift spricht: 'Wer an ihn glaubet, wird nicht zu Schanden werden!“ Diese Worte, die den Glauben an Jesus fordern, werden dann meistens so verstanden, daß man einfach glauben soll, daß Jesus der Sohn Gottes sei, so wie er auf dieser Erde gelebt hat, gestorben ist, begraben wurde und Gott ihn von den Toten auferweckt und zu seiner Rechten erhöht hat. Wer das glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes sei, der hält sich nach dem Wort, das den Glauben an Jesus fordert, für gläubig. Ist das nun der Sinn des Wortes „Glauben“? Jesus hat vom Glauben manchmal tatsächlich nur kurze Aussprüche getan z.B. „wer glaubt, der hat das ewige Leben“, oder „die Schrift sagt, wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden“. Hat Jesus und haben die Apostel den Glauben so erklärt und so dargestellt, daß man nur glauben müsse, daß Jesus so, wie er hier auf Erden unter den Menschen gelebt hat, der Sohn Gottes sei? Jesus hat in Verbindung mit dem Hinweis, daß, wer an ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe, vorher gesagt: „Wie Moses in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß des Menschen Sohn erhöhet werden“ (Joh.3,14), und dann hat er wieder gesagt in Verbindung mit dem Glauben an ihn, daß er das Brot, vom Himmel gekommen, sei, daß dieses Brot sein Fleisch sei und sein Blut, und wer an ihn glaubt, dieses sein Fleisch ißt und sein Blut trinkt, das ewige Leben hat, und wer sein Fleisch nicht ißt und sein Blut nicht trinkt, kein Leben hat. Also ist damit genau erklärt, daß es nicht so zu verstehen ist, daß man nur sagen kann: ‚Ja ich glaube, daß Jesus, der hier im Fleisch unter den Menschen Wandelnde, der Sohn Gottes ist.’ Was Jesus vom Erhöhtwerden sagt und vom Essen seines Fleisches, das erklärt Paulus, indem er sagt, daß man mit dem Munde bekennen müsse, daß Jesus der Herr sei, und mit dem Herzen glauben, daß Gott Jesus aus den Toten auferweckt hat. Was ist dann der Glaube? Ist er nur ein Sich-Erinnern an eine äußere, wahrnehmbare Gestalt, die Jesus als Mensch unter Menschen dargestellt hat, wie er da lebte, wie er da starb, wie Gott ihn auferweckt und zu seiner Rechten erhöht hat, – ist das der Glaube, von dem Jesus redet, den die Apostel gelehrt haben? Was lag in Abrahams Glauben, als Gott ihm gesagt hatte, daß sein Same würde wie die Sterne am Himmel, und er glaubte und dieser Glaube ihm von Gott zur Gerechtigkeit gerechnet wurde, was lag in diesem Glauben? Diesen Samen, der in Isaak aus erstorbenem Leib geboren wurde zum Unterschied von Ismael, der von der Magd aus lebendigem Leib geboren wurde, diesen Isaak nennt dann Paulus Christus, „der Same war Christus“, sagt er Gal.3,16. Wir sehen, daß mit diesem Glauben praktisch im Wort dargestellt ist, daß man den Willen Gottes, nach dem er die Erlösung durch seinen Sohn vor Grundlegung der Welt bestimmt hat und wie diese Erlösung durch Jesus zustande gekommen ist, erkennen und für sich in Anspruch nehmen muß. Man muß sich in dieser Erlösung erlöst wissen; man muß das Wort der Wahrheit, das Evangelium der Rettung, so aufgenommen haben und verstehen, daß man in diesem Wort der Wahrheit das Evangelium seiner eigenen Rettung erkennt. Das ist dann der Glaube, und aufgrund dieses Glaubens ist der Mensch ein Kind Gottes. Aufgrund dieses Glaubens ist es erzeugt, daß es eine Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe würde. In diesem Glauben und durch diesen Glauben soll der Wille und Ratschluß Gottes an den Kindern Gottes verwirklicht werden. Wenn die Erlösung, die Gott in Jesus vollbracht hat, an dem Kinde Gottes nicht offenbar wird, dann hat sein Glaube das erforderliche Wachstum nicht dargestellt. Wann hat Abrahams Glaube Glaubenswerke gezeitigt? War sein Weg nach Ägypten ein Glaubenswerk, war sein Heimkommen in das verheißene Land mit seinem Reichtum ein Glaubenswerk, war Hagars Weg ein Glaubenswerk? Fünfundsiebzig Jahre alt war er, als er gläubig wurde, und hundert Jahre alt war er, als seinem Glauben gemäß die ihm von Gott gegebene Verheißung anfing, sich zu erfüllen. Fünfundzwanzig Jahre brauchte Abraham, bis sich der Wille Gottes durch seinen Glauben erfüllen konnte. Was hat Abraham in diesen fünfundzwanzig Jahren gemacht? Er hat sich mit dem Fleisch beschäftigt; diese fünfundzwanzig Jahre sind ausgefüllt mit Fleischeswegen und Fleischesarbeit. Er hatte seinem Gott gehorcht, doch als im verheißenen Land das Brot knapp wurde, ging er nach Ägypten. Ägypten war ihm lieber zu der Zeit als die Verheißung seines Gottes, das verheißene Land, in das er übergesiedelt war, und später war ihm die Hoffnung, Samen durch Hagar, die Magd, zu bekommen, wichtiger als Gottes Verheißung. Erst als er neunundneunzig Jahre alt war, als er vierundzwanzig Jahre gläubig war, die Erfahrung gemacht hatte, daß Ismael, von der Magd Hagar geboren, nicht der von Gott verheißene Same sei, wurde ihm die göttliche Verheißung wichtiger als die Wege des Fleisches. Als Gott ihm zu der Zeit sagte, daß er von Sara diesen ihm verheißenen Samen nun bekommen würde, konnte er das wieder, was er vierundzwanzig Jahre früher gekonnt hat; er konnte wieder so glauben wie am Anfang, als Gott ihm die Verheißung gab, daß sein Same würde wie die Sterne am Himmel. Zwischen dem Glaubensanfang und dieser ihm von Gott gegebenen Verheißung, bis Abraham so glaubte, daß sich diese Verheißung in seinem Leben erfüllen konnte, lag eine Schulungszeit von vierundzwanzig Jahren. Was bedeutet das praktisch für die Erfahrung des Kindes Gottes, daß sich Abraham vierundzwanzig Jahre lang mit dem Fleisch beschäftigte und dadurch die Erfüllung der göttlichen Verheißung verhinderte, was ist das in der Erfahrung des Kindes Gottes für ein Zustand? Das ist der Zustand, der in Hebr.10 bezeugt ist, daß Jesus durch seinen Tod am Kreuz durch den Vorhang seines Fleisches hindurchgegangen ist. Somit stellt der Tod Jesu am Kreuz, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten erhöht hat, seine Stellung als Hoherpriester zu Rechten Gottes, für das Kind Gottes die Stellung im Allerheiligsten dar, was Abraham im Alter von neunundneunzig Jahren nach vierundzwanzig Jahre langer Glaubensschulung gelernt hatte und nun konnte, nicht mehr den sterblichen Leib in Betracht zu ziehen, weder seinen eigenen noch den der Sara. Das zeigt uns, daß nur die Erkenntnis dieser Stellung Jesu als Hoherpriester zur Rechten Gottes im Allerheiligsten der Glaube ist, aufgrund dessen die Verheißung Gottes erfüllt wird. Solange sich das Kind Gottes nicht in Christo sehen kann, beschäftigt es sich mit dem Fleisch und lebt in der Zeit, die Abraham in seinen vierundzwanzig Jahren durchlebt hat, bis er das, was er zuerst als göttliche Verheißung im Glauben genommen hatte, so glauben konnte, daß es sich in seinem Leben erfüllte. Zuerst glaubte er, was Gott ihm sagte; aber als er dann so glauben sollte, daß sich die göttliche Verheißung in seinem Leben hätte erfüllen können, war ihm das Fleisch wichtiger. Das Fleisch war dann die Ursache davon, daß sich die Verheißung Gottes in seinem Leben nicht erfüllen konnte. Zehn Jahre hat er gewartet, und dann glaubte er nicht mehr, daß Gottes Verheißung sich erfüllen würde, oder wurde es ihm zu lang, noch länger zu warten? Sie sagten sich: ‚Warum denn warten, wenn es noch Mägde gibt, ist es so wichtig, ob ein Kind von der einen oder der anderen Frau geboren wird?’ Dreizehn Jahre redete Gott nicht mehr mit Abraham. Es hatte keinen Wert, daß er ihm noch etwas sagte; es nützte nichts, denn es konnte sich ja doch nicht erfüllen. Was Abraham in den vierundzwanzig Jahren lernen mußte, das bringen die Priester durch die Opfer in der vorderen Hütte zur Darstellung. In der Hütte hinter dem Vorhang, im Allerheiligsten, ist Jesus der Hohepriester im Blut des aufgeopferten Leibes. In der vorderen Hütte sind die Priester mit der Lebensaufopferung beschäftigt. Sie können im Allerheiligsten nicht dienen, weil sie mit der Lebenshingabe nicht fertig sind, wie Jesus, aus den Toten auferweckt, die vollendete Lebenshingabe darstellt. Wenn der Priester in der vorderen Hütte sein Opfer gebracht hat, dann ist er in dieser Opferstellung zum Märtyrer geworden; dann setzt er sein Leben in dieser Opferstellung ein. Aber in dieser Zeit, wo er sein Leben einsetzt, kann er nicht in das Allerheiligste eingehen. Das kann nur geschehen, wenn das Leben eingesetzt ist und die Auferstehung aus den Toten erfolgt ist. Wenn der Dienst in der vorderen Hütte nicht zur Lebensaufopferung führt, ist es überhaupt kein Dienst in der vorderen Hütte, dann lebt ein solches Kind Gottes in der fleischlichen Gesinnung, und fleischlich gesinnt sein ist der Tod, es ist Feindschaft wider Gott. Das fleischlich gesinnte Kind Gottes kann Gott nicht gefallen; es kann dem Gesetz Gottes nicht untertan sein. So lange, wie das Kind Gottes in der fleischlichen Gesinnung lebt, so lange wird es durch das Gesetz verurteilt. Es ist so lange, wie es in fleischlicher Gesinnung lebt, in Feindschaft gegen Gott, weil es in Feindschaft gegen Gottes Ordnung, die er im Gesetz gegeben hat, steht. Nur durch die Lebenshingabe nimmt das Kind Gottes Stellung zu Gott, aber aufgrund des Gesetzes. In dieser Zeit ist es unter dem Gesetz, und das Gesetz ist sein Zuchtmeister. In dieser Zeit der Unmündigkeit steht das Kind Gottes unter Vormündern und Verwaltern bis auf die von Gott festgesetzte Zeit. Erst wenn die von Gott festgesetzte Zeit gekommen ist, bekommt es den Geist des Sohnes Gottes, der schreit „Abba Vater“, und dann wird das Kind Gottes aus der Unmündigkeit heraus in die Sohnesstellung erhoben. In dieser Sohnesstellung erfährt es die Leibeserlösung, die Leibesverwandlung. Den Glauben an das Opfer Jesu Christi, den Glauben, daß Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, kann das Kind Gottes nur haben, wenn es in der vorderen Hütte das Leben einsetzt oder wenn es durch den Glauben an die Auferstehung Jesu aus den Toten zur Leibesverwandlung heranreift. In der Zeit, in der das Kind Gottes zum Lebenseinsatz nicht vollendet wird, lebt es im Fleisch. Wenn fleischlich gesinnt sein Tod ist, so ist das Kind Gottes in der Zeit, wenn es den Namen hat, daß es lebt, aber tot ist, in dieser fleischlichen Gesinnung, in der es nicht Leben durch den Glauben hat; es ist tot. Wenn das Kind Gottes tot ist, kann es kein Leben haben; der Glaube aber vermittelt Leben. Ein Kind Gottes, das kein Leben hat, hat keinen lebendigen Glauben, es hat einen toten Glauben. Der Glaube ohne Werke ist tot, der Glaube, der nicht Leben wirkt, ist tot. Wenn das Kind Gottes erzeugt wird durch das Wort der Wahrheit, hat es den lebenswirkenden Glauben, und sobald es sich in das Fleisch hineinverliert und sich mit dem Fleisch beschäftigt, verliert es das Leben, verliert es den lebendig wirkenden Glauben, deshalb ist es doch Kind Gottes, aber ein Kind Gottes unter dem Gesetz und nicht unter der Gnade, Kind Gottes auf dem Boden des Fleisches und nicht auf dem Boden des Geistes. Darum kann man wohl sagen: ‚Ich bin gläubig, ich bin Kind Gottes.’ Ja, wenn die Zeugung erfolgt ist, ist die Gotteskindschaftsstellung da, aber der Glaube des Kindes Gottes kann lebendig sein, oder er kann tot sein. Es gibt nur den Dienst am Hause Gottes in der Stellung des Hohenpriesters im Allerheiligsten, der Priester im Heiligtum und der Leviten, die im Heiligtum mit dienen mußten, die aber nicht in der vorderen Hütte und im Allerheiligsten einen Dienst verrichten durften, wenn dieser Dienst nicht unter der Aufsicht der Priester oder des Hohenpriesters erfolgte. Die Leviten, die nicht Priester waren, mußten während der Wüstenwanderung die Stiftshütte abbrechen und tragen und wieder aufstellen; sie mußten den Dienst in der Stiftshütte verrichten, aber sie durften nichts anrühren; sie durften nichts sehen von den beiden Hütten. Wenn sie ihren Dienst ausrichteten, mußten die Priester zuerst alle Gegenstände in den beiden Hütten in die Tücher einwickeln, daß kein Levit diese Gegenstände sehen oder anrühren konnte, dann durften sie sie befördern. Wenn einer hineinging und etwas ansah oder anrührte, mußte er sterben, wie auch Uria, als er die Bundeslade stützen wollte, sterben mußte. Wenn jemand nicht dazu berufen war, die festgesetzte Ordnung der Grenzen der Stiftshütte vom Vorhof zum Heiligtum oder zum Allerheiligsten zu überschreiten, der mußte sterben. Deshalb kann der Levit seinen Dienst nur unter der Aufsicht der Priester ausrichten, und das Volk kann seine Opfer nur durch die Priester darbringen lassen, und der Hohepriester bringt das Blut am Versöhnungstag in das Allerheiligste; denn anders gibt es keine Versöhnung für das Volk Gottes, wenn nicht die Priester die Ordnung, wie sie die Stiftshütte darstellt, auch darstellen und aufrecht erhalten. Das sind vier Ordnungen im Leben der Kinder Gottes. Die Ordnung, die der Hohepriester darstellt im Allerheiligsten, ist die Ordnung, die Jesus als neuen lebendigen Weg eingeweiht hat für alle, die ihm in dieser Ordnung des Allerheiligsten, im Geiste zu leben, in ihm, dem Auferstandenen zu bleiben, nachfolgen. Dann ist es die Ordnung der Priester, die die Opfer in der vorderen Hütte dar¬bringen; es stellt die Lebensaufopferung der Märtyrer dar. Dann folgen die Leviten, die ihren Dienst unter der Aufsicht der Priester im Heiligtum ausrichten müssen. Das ist die Stellung, in der das Kind Gottes nicht Priester in der Lebenshingabe, in der Lebensaufopferung sein kann, aber in seiner unmündigen Stellung unter den Vormündern und Verwaltern steht und im Heiligtum dienen kann. Dann kommt die Stellung des Volkes im Vorhof, die ihre Opfer für ihrer Versündigungen darbringen, ihre Sünden bekennen und dadurch versöhnt werden mit Gott, weil die Priester ihre Opfer darbringen. Diese Stellung des Volkes, das sich im Vorhof aufhalten muß, hat keine Verbindung mit irgendwelchem Dienst im Heiligtum Gottes. Zu diesem Dienst im Heiligtum gehört nur der Hohepriester, die Priester und die Leviten, die Gott anstelle der Erstlinge aus dem Volke Gottes für sich abgesondert hat. Darum muß es sich im Leben des Kindes Gottes herausstellen, ob es lebendigen Glauben hat oder ein Leben im Fleische lebt, in dem es die Lebensaufopferung, die Lebenshingabe in der Treue zu Gott nicht aufbringen will. In dieser Stellung hat das Kind Gottes kein geistiges Leben. Es hat kein Leben durch seinen Glauben; sein Glaube ist tot. In dieser Stellung im Fleisch tut man alles, was in der guten Absicht getan wird, daß man dadurch Gott diene, und will ein Leben führen, das Gott befriedigen soll. Man will gegen seine Mit- und Nebenmenschen gut sein, weil man ein Kind Gottes ist und tut alles das, was man in der Ordnung des Fleisches tut, um sich dadurch als Kind Gottes zu beweisen. Wenn es zuletzt die Treue im Lebenseinsatz nicht aufbringt, so ist das alles Leben im Fleisch und nach dem Fleisch. Es ist das Leben des Kindes Gottes in Ägypten, das Leben mit der Hagar, der Weg des Fleisches. Die Leviten, wenn sie ihren Dienst nach der Ordnung, wie sie den Priestern gegeben ist, ausführen, stehen mit dem Glauben, der Leben bewirkt, in Verbindung. Diesen lebenwirkenden Glauben haben die Priester; die von ihnen dargebrachten Opfer sind ihre eigene Lebenshingabe. Aber das wahre Leben durch den Glauben hat das Kind Gottes nur im Erkennen und Anerkennen der Hohenpriesterstellung des Sohnes Gottes, wenn es weiß, daß es in Jesus ist, mit ihm gestorben, mit ihm begraben, mit ihm auferstanden und in ihm zur Rechten Gottes dargestellt und mit ihm verborgen ist in Gott. Nur wenn es sich in vollkommener Einheit mit Jesus Christus im Glauben und durch den Glauben sehen kann, steht es durch den Glauben in der ganzen Fülle des Lebens, und anders nicht. Das zeigt, wie der Glaube des Kindes Gottes wachsen muß. Wie er aber auch Fieberkurven zwanzig, fünfundzwanzig Jahre lang darstellen kann – und manch ein Kind Gottes kommt zu dem wahren, Leben wirkenden Glauben nicht; es lebt im Fleisch und bleibt im Fleisch und kommt am Ende nicht einmal zur treuen Lebenshingabe und Lebensaufopferung. Aber dieser Unterschied wird gewöhnlich nicht gemacht. Man ist der Meinung, wer ein Kind Gottes ist, hat Glauben und hat ewiges Leben, er kommt zur Erstlingsauferstehung, ist bereit und wird verwandelt; dem wird einfach alles zugesprochen. Daß aber dieser Glaube an Jesus das Erkennen und Erfassen alles dessen bedeutet, was Jesus im Opfer vollbracht hat und zur Rechten Gottes darstellt, wird nicht beachtet. ¸¸¸¸¸¸¸

Marijah — 23 May 2012, 01:51

Read Isajah 1! Isaiah 6!

Marijah — 23 May 2012, 01:49

Read Galatians 3! Hebrews 11!Hebrews 4! Romans 4!

Marijah — 23 May 2012, 01:32

Read Romans 9!

Marijah — 23 May 2012, 01:26

Joh. E. Keller Bibliothek Nr. 6281 22.10.1944

Jesaja 54

Inhalt: Die Macht der Gewohnheit verhindert, daß die Knechte Gottes ihr Erbe emp-fangen. ____________________________________________________________________ Jesaja 54. „1. Frohlocke, du Unfruchtbare, die nicht gebar! Brich aus in Jubel und jauchze, die nicht in Wehen lag! denn die Verlassene wird mehr Kinder haben als die Vermählte, spricht der Herr. 2. Erweitere den Raum deines Zeltes und dehne die Teppiche deiner Wohnungen aus; spare nicht, spanne deine Seile weit aus und befestige deine Pfähle. 3. Denn du wirst ausbrechen zur Rechten und zur Linken, und dein Same wird die Völker besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern. 4. Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht zu Schanden werden. Schäme dich nicht, denn du sollst nicht beschimpft werden; denn du wirst auch der Schande deiner Jugend vergessen, und du wirst der Schmach deiner Witwenschaft nimmermehr eingedenk sein. 5. Denn dein Eheherr ist dein Schöpfer, Jehova Zebaot ist sein Name, und dein Erlöser ist der Heilige in Israel, - Gott der ganzen Erde wird er genannt. 6. Denn der Herr wird dich berufen wie ein verlassenes und im Geiste bekümmertes Weib, wie ein junges Weib, das verstoßen war, spricht dein Gott. 7. Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln. 8. In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser. 9. Und das soll mir sein wie die Wasser Noahs: wie ich geschworen habe, daß die Wasser Noahs nimmermehr über den Erdboden gehen sollen, also habe ich geschworen, daß ich nimmermehr über dich zürnen noch dich schelten wolle. 10. Denn die Berge sollen wohl weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird von dir nicht weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der Herr, dein Erbarmer. 11. Du Elende, Sturmbewegte, Trostlose! Siehe, ich will deine Steine in Stibium legen und dich gründen mit Saphiren. 12. Ich will deine Zinnen von Rubin machen und deine Pforten von Karfunkeln und alle deine Grenzen von kostbaren Steinen. 13. Und alle deine Kinder werden vom Herrn gelehrt sein, und groß der Friede deiner Kinder. 14. Durch Gerechtigkeit wirst du gegründet werden; du sollst ferne sein von Bedrängnis, daß du dich nicht zu fürchten brauchst, und von Schrecken, daß er dir nicht nahe. 15. Siehe, es wird sich eine Rotte zusammenrotten, aber nicht von mir. Wer sich aber wider dich rottet, der wird an dir zu Falle kommen. - 16. Fürwahr, ich habe den Schmied gemacht, der die Kohlen zu einem Feuer anbläst und eine Waffe hervorbringt nach seiner Kunst. Aber ich habe auch den Zerstörer gemacht, der sie vernichten wird; 17. keiner Waffe, die wider dich geschmiedet ist, wird es gelingen, und alle Zungen, die sich wider dich vor Gericht erheben, wirst du Lügen strafen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit von mir, spricht Jehova.“ ____________________________________________________________________ Hier ist gesagt, daß die Kinder Gottes bis zu einem bestimmten Zeitpunkt von Gott verstoßen, verlassen, unter seinem Zorn stehen. Das ist ihre Erfahrung, bis es sich wendet nach dem Zeugnis des Propheten, wonach der Herr, ihr Erlöser spricht: „Das soll mir sein wie die Wasser Noahs: wie ich geschworen habe, daß die Wasser Noahs nimmermehr über den Erdboden gehen sollen, also habe ich geschworen, daß ich nimmermehr über dich zürnen noch dich schelten wolle.“ (Vers 9) Nun ist es aber bei den Kindern Gottes so, daß ihnen das Verlassen- und Verstoßen-Sein, das unter dem Zorn Gottes Stehen eine mehr oder weniger bekannte Erfahrung ist, während sie von einem Schwur Gottes, daß es für sie ein Zürnen oder Schelten von Gottes Seite nicht mehr gibt, überhaupt nichts wissen. Ihr Trost besteht lediglich darin, daß sie der Meinung sind, der zürnende Gott ändere ihnen gegenüber sein Verhalten in dem Maße, wie sie im Bewußtsein ihrer Schuld sich immer wieder beu¬gen, daß ihnen Gott vergibt und dadurch Gottes Mißfallen behoben sei, bis sie wieder dieses Mißfallen auf irgendeine Weise verursachen. Daraus ergibt sich im Verhalten der Kinder Gottes, daß diese beiden hier vom Propheten gezeigten Erfahrungen verwischt werden. Statt dieses Bild über ihre Stellung zu haben, haben sie das Urteil darin, daß ihr ganzes Leben eine gleichmäßige Erfahrung aufweise. Diese Erfahrung sehen sie darin, daß sie durch Schwachheit nicht immer das, was Gott völlig befriedigt, darstel¬len und deshalb ihr Leben ein Hin- und Herschwanken zwischen dem, was Gott bes¬ser gefällt, und dem, was ihm weniger gut gefällt, aufweist. Dazu kommt dann noch die Macht der Gewohnheit, der Schrecken der Kinder Gottes, der ihnen leider als solcher meistens unbekannt ist. Es darf wohl als das Gefährlichste angesehen wer¬den, daß es eine Macht der Gewohnheit gibt. Sie besteht in nichts anderem, als dem, was sich gewohnheitsmäßig in der Länge der Zeit ergibt. Man kann von einer Macht der Gewohnheit während kurzer Zeit nicht reden. Darin unterscheidet sich auch die Anfangszeit im Glaubensleben der Kinder Gottes von der späteren Zeit, wenn sie jahrzehntelang in der Gotteskindschaft ste¬hen. Man sagt mit Recht, daß alte Bäume sich nicht biegen lassen. So ist es auch in der Erfahrung der Kinder Gottes. In ihren Anfangserfahrungen sieht es meistens so aus, wie es im apostolischen Zeugnis übermittelt worden ist. So schreibt Paulus den Thessalonichern im 1.Brief, Kapitel 1: „2. Wir danken Gott allezeit für euch alle, wenn wir euer gedenken in unseren Gebeten, 3. und uns unablässig erinnern eueres Glaubenswerkes und euerer Liebesarbeit und euerer Geduld in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesum Christum vor unserem Gott und Vater. 4. Denn wir wissen, von Gott geliebte Brüder, wie ihr erwählet seid; 5. daß unser Evangelium zu euch kam nicht nur im Worte, sondern auch in Kraft und im heiligen Geiste und in großer Gewißheit, da ihr ja wisset, wie wir unter euch gewesen sind um euretwillen. 6. Und ihr seid unsere Nachfolger geworden und des Herrn, indem ihr das Wort unter viel Trübsal aufnahmet mit Freuden des heiligen Geistes, 7. so daß ihr ein Vorbild geworden seid allen Gläubigen in Macedonien und Achaja.“ (1.Thess.1,2-7) An die Hebräer ist in diesem Sinn ebenso eindrucksvoll geschrieben: „32. Gedenket aber der vorigen Tage, in welchen ihr nach empfangener Er-leuchtung so manchen Leidenskampf erduldet habt, 33. da ihr teils selbst durch Schmähungen und Trübsale öffentlich preisgegeben waret, teils Gemeinschaft hieltet mit denen, welchen es also erging; 34. denn ihr habt den Gebundenen Teilnahme bewiesen und den Raub eurer Güter mit Freuden hingenommen, in der Gewißheit, daß ihr selbst ein besseres und bleibendes Gut besitzet. 35. So werfet nun euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Beloh¬nung hat!“ (Hebr.10,32-35) Das paßt schlecht zu dem vorher gegebenen Zeugnis, wie es auch im 6. Kapitel zu finden ist. Da heißt es: „9. Wir sind aber überzeugt von euch, Geliebte, daß euer Zustand besser ist und dem Heile näher kommt, ob wir gleich also reden. 10. Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er vergäße eurer Arbeit und der Liebe, die ihr bewie¬sen habet gegen seinen Namen, indem ihr den Heiligen dientet und noch dienet. 11. Wir wünschen aber, daß je¬der von euch denselben Eifer beweise, die volle Hoffnung festzuhalten bis ans Ende; 12. daß ihr nicht träge wer¬det, son¬dern Nachfolger derer, welche durch Glauben und Ge¬duld die Ver¬heißungen ererben.“ (Hebr.6,9-12) Solche Worte zeigen, was für Gefahren den Kindern Gottes drohen. Den Philippern schreibt Paulus: „Ich habe die feste Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat ein gutes Werk, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. 7. Wie es denn billig ist, daß ich so von euch allen denke.“ (Phil.1,6-7) Solche apostolischen Zeugnisse muten wie etwas aus alter Zeit Konserviertes an. Man hört im großen ganzen von solcher Treue, solchem Lebenseinsatz, solcher Abkehr vom Sichtbaren, wie es in jenen Tagen in der Einstellung dem Raub der Güter gegenüber zum Ausdruck gekommen ist, kaum noch etwas. Mahnungen, nicht träge zu werden, sind uns heute viel wichtiger, als solche Bestätigungen der Treue. Wir können beides verstehen, die köstlichen Zeugnisse über die Treue der Kinder Gottes, wie auch die Notwendigkeit, sie auf die Trägheit aufmerksam zu machen und daß sie leicht ihr Vertrauen wegwerfen. Das sind schon in früheren Erfahrungszeiten der Gemeinde die vorhandenen Einflüsse gewesen. Im Anfang der jugendlichen Freude, dem Eifer, den Weg des Lebens zu gehen, wurde alles aufgebracht, wie gewöhnlich in solcher Zeit Kinder Gottes Gelübde able¬gen, um damit zum Ausdruck zu bringen, wie heilig ernst es ihnen um ihre Nachfolge ist; bis nach Jahrzehnten die Macht der Gewohnheit es bewirkt, daß der anfängliche Eifer einer gewissen Gleichmäßigkeit Platz macht. Was man aber als gleichmäßig bezeichnen kann, ist nichts anderes als die Macht der Gewohnheit. Diese Macht der Gewohnheit ist das Ergebnis von der Erfahrung, daß Kinder Gottes verstoßen und verlassen sind von Gott, daß Gottes Zorn auf ihnen liegt. Es ist der sich auswirkende Wechsel zwischen dem, was Gottes Verheißungen dem Kinde Gottes sind und was seine Erfahrung aufweist. Was dem Knecht Gottes, Abraham, die Verheißung bedeutet hat, ergibt sich dar¬aus, daß Gottes Urteil über seinen Glauben im Anfang und am Ende der Glaubenser¬fahrung dasselbe ist. Abraham glaubte mit fünfundsiebzig Jahren, und der Glaube wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet (1.Mos.12,4; 15,6). Vierundzwanzig Jahre später glaubte Abraham wieder, und das, was ihm vier¬undzwanzig Jahre früher von Gott zugerechnet wurde, ist nun erfüllt (Röm.4,19-22). Dreißig Jahre später, bei der Opferung Isaaks, war Abrahams Glaube vollendet, und darüber spricht die Schrift: „Abraham hat Gott geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtig¬keit gerech¬net.“ (Jak.2,23) Gott fügt dem noch hinzu, daß jetzt sein Knecht sein Freund ist (Jak.2,23). So beurteilt Gott den Glauben seines Knechtes am Anfang, im Alter von hundert Jahren, und am Ende, bei der Opferung Isaaks, gleich. Dem Anfangsglauben rechnet Gott die Gerechtigkeit zu. Dem stark gewordenen Glauben im Alter von hundert Jahren rechnet er die Glaubensgerechtigkeit zu, und ebenfalls bei der Opferung Isaaks, in der Vollendung des Glaubens. Man könnte bei dieser Tatsache zu dem Schluß kommen, daß Abrahams Glaube von Anfang bis zur Vollendung das gleiche darstellt und daß er in seinem Glauben seinem Gott gegenüber von Anfang bis zum Ende in der gleichen Glaubenstreue gestanden habe, so daß Gottes Urteil über den Glauben seines Knechtes immer dasselbe war. Nichts ist irriger als eine solche Beurteilung. Hätte nicht Abraham bei der Opferung Isaaks seine Glaubensvollendung erlangt, dann hätte das ganze Leben des Glaubens dieses Knechtes Gottes am Ende ver¬sagt. Gottes Absicht wäre durch seinen Knecht nicht erfüllt, wenn am Ende der Glaube Abrahams nicht vollendet worden wäre. Zu denken, daß die Bestätigung von Abrahams Glauben im Alter von hundert Jahren eine Bestätigung der Treue Abrahams während fünfundzwanzig Jahren in seinem Glauben war, ist der größte Irrtum. Die fünfundzwanzig Jahre hindurch war Abraham verlassen von Gott, verstoßen, der Zorn Gottes ruhte auf ihm. Das ist das Urteil über fünfundzwanzig Jahre des Glaubens des Knechtes Gottes. Das ist die Macht der Gewohnheit. Abrahams Glauben stand nicht als Ergebnis der Gewohnheit im Lichte Gottes, als Gott ihm im Anfang die Gerechtigkeit um seines Glaubens willen zurechnete. Zu der Zeit gab es für diesen Glaubensvater eine Gewohnheit, gläubig zu sein, nicht. Zu der Zeit hatte er den frisch sprudelnden Quell des Glaubens an die Gottesverheißung. Und was kam dazu? In Jes.51,1-2 steht: „1. Höret mir zu, die ihr der Gerechtigkeit nachjaget, die ihr den Herrn suchet. Sehet auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf die Brunnenhöhle, daraus ihr gegraben seid! 2. Sehet auf Abraham, euern Vater, und auf Sarah, die euch geboren hat; denn als Einzelnen habe ich ihn berufen und ihn gesegnet und gemehrt.“ Abraham ist als Felsen und Sarah als Brunnenhöhle bezeichnet. Das ihm Gefällige haut Gott aus dem Felsen, er gräbt es aus der Brunnenhöhle heraus. Damit hat Abraham nicht gerechnet. Ihm war nicht der Fels Gegenstand des Widerstandes, den sein Gott zuerst überwinden mußte, ehe er etwas durch diesen Felsen nach seinem Wohlgefallen darstellen konnte. Und daß eine Brunnenhöhle Gott in dem ent¬gegen sein sollte, was die Naturordnung ist, daß Gott diese Brunnenhöhle erst durch Umgraben seinem Zweck dienstbar machen muß, damit rechnete auch der Knecht Gottes nicht. Er wartete zehn Jahre, daß aus dem Felsen und der Brunnenhöhle die Erfüllung der Gottesverheißung erfolgen sollte. Und zehn Jahre sind lange genug, um sich an Verhältnisse zu gewöhnen, daß sich daraus eine Macht der Gewohnheit bildet; und dann folgen weitere dreizehn Jahre. Dann ging es nicht mehr um den Felsen und das Behauen; es ging nicht um die Brunnenhöhle und was Gott herausgraben wollte. Dann war eine Macht vorhanden, daß sich das ergab, was Abraham zehn Jahre lang erwartet hat. Jetzt wurde von einem fruchtbaren Mutterleibe geboren. Und dreizehn Jahre war Gott still. Im 50. Psalm ist aufgezählt, was die Gottlosen für eine Stellung Gott gegenüber haben, was sie tun, und dann heißt es: „21. Das hast du getan, und ich habe geschwiegen; da meintest du, ich sei gleich wie du.“ (Ps.50,21) So geht es. Wenn Gott schweigt, wird das noch von seinen Knechten als Bestätigung dafür angesehen, daß er ihnen durch sein Schweigen zustimme. Sie sehen nicht, daß Gottes Schweigen der Ausdruck seines Mißfallens ist, daß er verstoßen hat und sein Zorn herausgefordert wird. Was hat Abraham fünfundzwanzig Jahre getan? Warum mußte Gottes Zorn, durch ihn heraufbeschworen, auf ihm sein? Er hat das Edle mit dem Gemeinen vermengt (Jer.15,19). Er hat die Gottesver¬heißung, die er zuerst genommen hat, mit der Naturordnung, nach der er die Erfül¬lung der Gottesverheißung erwartet hat, vermischt. Diese Vermischung hat er aber nicht in der Länge der Zeit eingesehen und verurteilt, sondern als die richtige Stel¬lung jahrein, jahraus angesehen. Und darin liegt die Macht der Gewohnheit! Deshalb hat Paulus so ernst in seinem Zeugnis an die Galater erklärt, daß ihnen Christus nichts nützt, wenn sie sich beschneiden lassen, sind sie schuldig, das ganze Gesetz zu halten. Sie sind losgerissen von Christus, sie sind aus der Gnade gefallen, indem sie durch das Gesetz gerecht werden wollen (Gal.5,2-4). Das Gerecht-Werden-Wollen war in Abrahams Erfahrung die Erwartung der Erfül¬lung der Gottesverheißung auf dem Boden der Naturordnung. Die Gottesverheißung wird aus der Naturordnung nie erfüllt. Darum kam der Wendepunkt für Abraham zu der Zeit, als er einsehen mußte, wie er die in der Verheißung liegende Gottesordnung mit der ihm bekannten, von ihm, seinem Weibe mit der Magd dargestellten Naturordnung vermengt und vermischt hatte. So vermengen und vermischen Kinder Gottes, wie es im Fall der Galater gezeigt ist, dadurch, daß man sie veranlassen wollte, sich nach der Gesetzesordnung beschneiden zu lassen. Paulus nennt es vorher, in Gal.4,9, „umwenden zu den schwachen und armseligen Anfangsgründen“. Diesen schwachen und armseligen Anfangsgründen wieder von neuem Dienen, ist die Vermischung, die nach Eph.4, 14 das Kind Gottes in der Unmündigkeit darstellt, wenn es von Wogen geschaukelt und hin und her getrieben wird von jedem Wind der Lehre durch das trügerische Spiel der Menschen, durch die Verführungskünste des Irrtums. Es ist in Hebr.5,13 von dieser Zeit der Unmündigkeit des Kindes Gottes gesagt, daß jeder, der sich von Milch ernährt, unerfahren ist im Worte der Gerechtigkeit, er ist unmündig. Diese Unmündigkeit ist wiederum nach Gal.4,1-2 die Zeit, wenn es unter Vor-mündern und Verwaltern steht bis auf die vom Vater festgesetzte Zeit. Obgleich es Erbe aller Güter des Vaters ist, braucht es doch in seiner Unmündigkeit diesen väter¬lichen Gütern gegenüber einen Vormund oder Verwalter. Es hat in der Unmündig¬keitszeit nicht die Fähigkeit, diese väterlichen Güter selbst zu verwalten. Diese Unmündigkeit stellt aber nichts anderes in der Erfahrung des Kindes Got¬tes dar, als das, was Abraham fünfundzwanzig Jahre durchlebt hat. In den ersten fünfundzwanzig Jahren vermischt er als der Träger des Glaubens die Gottesverheißung mit dem, was er mit seinem Weibe und der Magd in der Naturordnung darstellt. Es ist die Ordnung der Knechtschaft, wie sie die Naturordnung, – Ismael, von der Magd geboren, und das Volk Gottes, auf dem Boden der Natürlichkeit –darstellt. Dem unmündigen Kinde Gottes ist die Ordnung, wie sich die Gottesverheißung erfüllen muß, unbekannt. Es kann diese Gottesverheißung nur mit der Naturordnung vermischen und die Erfüllung derselben aus der Naturordnung kommend erwarten. So hat es Abraham fünfundzwanzig Jahre gemacht. Aber Gott war nicht einverstan¬den damit. Sein Stillesein ist keine Zustimmung. Er erwartet von seinen Werkzeugen, daß sie nicht über die Ordnung, wie sich seine Verheißungen erfüllen sollen, im Einzelnen durch Offenbarungen unter¬richtet werden müßten. Er erwartet von ihnen das, was an die Hebräer in Kap.3,7-11 ausge¬drückt ist. Hier ist die Warnung, die Herzen nicht zu verstocken, wie in der Verbitte¬rung geschah, am Tage der Versuchung in der Wüste, da die Väter Gott versuchten. Sie prüften ihn und sahen seine Werke vierzig Jahre lang, bis Gott in sei¬ner Entrü¬stung über dieses Geschlecht sprach: „Immerdar ir¬ren sie mit ih¬rem Her¬zen! 11. Sie aber erkannten meine Wege nicht, so daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht einge¬hen zu meiner Ruhe!“ (Hebr.3,10-11) Warum ist Gott so hart mit seinem Volk? Hat er nicht dieses Volk aus Ägypten geführt und dasselbe auf den Weg gebracht, das verheißene Land in Besitz zu neh¬men? Sie hörten auf das Urteil, das zehn von den zwölf Kundschaftern über dieses Land der Verheißung abgaben, und was zwei, Josua und Kaleb, sagten, das schlugen sie in den Wind; sie gehorchten Gott nicht. Was sagte ihnen Gott? So viele Jahre, wie die Kundschafter an Tagen das Land ausgekundschaftet hatten, mußte das ganze Volk in der Wüste sich aufhalten und jeder, der seinen Ungehor¬sam gegen Gott zum Ausdruck gebracht hatte, mußte in der Wüste sterben. Das war Gottes Urteil (4.Mos.14,34-38). Nun lautet sein Zeugnis: „9. Sie prüften mich und sahen meine Werke vierzig Jahre lang.“ (Hebr.3,9) In Wirklichkeit waren die vierzig Jahre ihnen als Zeit, sich mit ihrem Begrabenwerden in der Wüste vertraut zu machen, von Gott bestimmt. Praktisch erwartete Gott ganz etwas anderes. Er erwartete nicht, daß sie sich nur vierzig Jahre lang damit vertraut machen sollten, wie sie ihr Grab im Wüstensand finden würden. Es heißt: „10. Darum ward ich entrüstet über dieses Geschlecht und sprach: Immerdar ir-ren sie mit ih¬rem Her¬zen!“ (Hebr.3,10) Gottes Entrüstung betrifft somit nicht die Tatsache, daß sie sich nun in ihr Schick¬sal, in der Wüste begraben zu werden, ergeben wollten. Die Entrüstung Gottes über dieses Geschlecht fand darin Ausdruck, daß sie immerdar in den vierzig Jahren darin irrten, daß sie seine Wege nicht erkannten. Obgleich er ihnen gesagt hatte, sie müßten in der Wüste sterben, erwartete er doch, daß sie dafür Verständnis aufbringen sollten, daß Gott nicht Wohlgefallen hat an dem Tode seines Volkes, seiner Kinder, sondern daß sie sich bekehren und leben (Hes.33,11). Er erwartete von ihnen, daß sie seine Wege kennenlernen sollten. Und was für Wege waren das vierzig Jahre in der Wüste? Das war der Ausdruck der Tatsache, daß sie Brot bekamen, daß sie nicht Hun¬gers sterben mußten. Das Brot, das sie bekamen, war nicht das Ergebnis von dem, was sie säen und ernten konnten; es war Himmelsbrot. Gott hat sein Volk in der Wüste mit Engelsbrot, Manna vom Himmel, gespeist und hat ihnen vierzig Jahre lang das Leben auf diese Weise geschenkt (Ps.78.23-25). Und dann gab er ihnen Wasser aus dem Felsen, der mitfolgte; und der Fels ist der Erlöser des Volkes Gottes, Christus (1.Kor.10,4-5). Und so hat Gott ihnen durch das Wasser und das Manna vierzig Jahre das Leben geschenkt. Sie hätten nicht vierzig Jahre in der Wüste wandern können, bis alle im Wüsten¬sand begraben waren, wenn Gott ihnen nicht das Manna vom Himmel gegeben und das Wasser aus dem Felsen. Sie wären vor Hunger und Durst gestorben und in kur¬zer Zeit im Wüstensand begraben worden. Indem sie aber in den vierzig Jahren Gottes Wege nicht erkennen wollten, erwar¬tete Gott, daß sie, wenn sie sich treu zu ihm stellen, sie nicht in der Wüste begraben, sondern in das Land der Verheißung gebracht werden. Daß Gott das Volk noch vierzig Jahre in der Wüste ließ, ist der Beweis dafür, daß er das ewige Leben schenken will. So sollte in der Zeit, in der das Kind Gottes die Verheißung Gottes mit der Flei-schesordnung vermischt, ihm Licht darüber zuteil werden, was das Ewige und das Zeitliche, jedes in seiner Art ist, und daß eine Vermischung von beiden nicht erfolgen darf (2.Kor.4,18). Als Gott dem Abraham sagte, daß sein verheißener Same von der Sara in der Zeit, als sie erstorbenen Leibes war, geboren werden müsse, war der Wendepunkt in Abrahams Glauben seinem Gott gegenüber gekommen. Jetzt mußte er beweisen, daß er nicht mehr den erstorbenen Leib ansah, d.h. daß das Blicken auf den Leib, der zuerst unfruchtbar und dann von Jahr zu Jahr älter wurde und zuletzt er¬stor¬ben war, den beständigen Zweifel und Unglauben der Gottesverheißung gegen¬¬über bewirken mußte. Niemand kann das Sichtbare im Auge haben und die Erfüllung der Gottesverhei¬ßung im starken Glauben erwarten, daß Gott dadurch die Ehre bekommt. Einen solchen Glauben kann man von dem Boden aus, auf dem man die Gottes¬ver¬heißung mit der vergänglichen Ordnung vermengt, nicht haben. Nun ist aber das Böse der Einfluß von dem Engel, der sich in einen Engel des Lichts verkleidet (2.Kor.11,14) und immer sagt: „Sollte Gott gesagt haben?“ (vgl.1.Mos.3,1) ‚Bist du nicht Kind Gottes? Muß dir nicht das, was Gott verheißen hat, zuteil werden? Bist du nicht der Erbe der Gottesgerechtigkeit? Muß dir nicht diese Gerechtigkeit trotz des unfruchtbaren Mutterleibes oder auf¬grund der Fruchtbarkeit des Mutterleibes der Hagar zuteil werden? Gott hat ja gesagt: Dein Same soll werden wie die Sterne am Himmel. Du mußt es erwarten von dem Boden aus, der der Gottesverheißung entgegen ist!’ Abraham hat es gelernt, mit der Verheißung Gottes zu rechnen, indem er den erstorbenen Leib nicht mehr in Betracht gezogen hat (Röm.4,19). Das war nichts anderes für ihn, als was es für jedes Kind Gottes sein muß, wenn es in dem Glauben steht, von dem Paulus in Gal.5,5 erklärt: „5. Wir aber erwarten im Geiste durch den Glauben das Ziel der Hoffnung die Gerechtigkeit.“ Diese Erwartung im Geiste führt zu der Erfahrung, die Johannes mit den Worten aus-spricht: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt über¬wun¬den hat.“ (1.Joh.5,4) Er erklärt den Unterschied zwischen dem Geist der Wahrheit und dem Geist des Irr-tums. Er schreibt im 1. Brief: „4. Kindlein, ihr seid aus Gott und habt jene über¬wunden, denn der in euch ist grö¬ßer, als der in der Welt ist. 5. Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt höret auf sie. 6. Wir sind aus Gott; wer Gott erkennt, höret auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.“ (1.Joh.4,4-6) Der Geist der Wahrheit ist der Geist Gottes, der bekennt: „Jesus ist der ins Fleisch gekommene Christus!“ (1.Joh.4,2). In dieser Ausrüstung steht das Kind Gottes so, wie es Johannes mit dem Zeugnis: „Wir sind aus Gott“, ausdrückt. Wer Gott erkennt, ist aus Gott, d.h. er hat die rechte Erkenntnis Gottes. Und Kinder Gottes, die den Geist des Irrtums haben, sind nicht aus Gott; sie sind in der Welt, sie reden von der Welt, die Welt hört auf sie, d.h.: sie bewegen sich durch die Ausrüstung ihres Geistes, den sie haben, ganz auf dem Boden der Naturordnung und nicht auf dem Boden, den Gott in seiner Verheißung gegeben hat. Hat das Kind Gottes den Glauben, von dem es in Hebr.11,1 heißt, daß er die Überzeugung ist von dem, was man nicht sieht, dann ist dasselbe, wie es in Gal.5, 6 heißt, in der Erwartung, im Geiste durch den Glauben das Ziel der Hoffnung, die Gerechtigkeit, zu erlangen. Nach Kol.1,5 ist die Hoffnung für die Kinder Gottes im Himmel aufbehalten. In 1.Petr.1,3-5 ist gesagt, daß die Kinder Gottes wiedergeboren sind durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einer lebendigen Hoffnung, zu einem unvergänglichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbehal¬ten wird für sie, die durch den Glauben in Gottes Macht bewahrt werden zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit. Das erklärt, was darunter verstanden werden muß, daß die Hoffnung im Himmel aufbehalten ist. Das ist aus dem Grunde, weil für die Kinder Gottes ihr Erbe unver-gänglich, unbefleckt und unverwelklich in dem von den Toten auferweckten Leibe Jesu Christi zur Rechten Gottes in den Himmel erhöht ist. Der unsterbliche Leib Jesu ist das Erbe, das für die Kinder Gottes im Himmel aufbehalten wird, weil Jesus von den Toten auferweckt, zur Rechten Gottes im Him¬mel ist. So haben wir darüber Klarheit, was für ein Ziel ihrer Hoffnung die Kinder Gottes haben. Das Ziel, das sie in der lebendigen Hoffnung als Gerechtigkeit Gottes haben, ist in dem, was Jesus von den Toten auferweckt, im unsterblichen Leibe zur Rechten Gottes erhöht, darstellt. Was Jesus, von den Toten auferweckt, nach Eph.1 dar¬stellt, ist die Wirkung der Kraft seiner Stärke, die darin offenbart ist, daß Gott die Wir¬kung der Kraft seiner Stärke wirksam gemacht hat in Christo, da er ihn von den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten in den Himmeln setzte, hoch über jedes Für¬stentum, Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in diesem Zeitlauf, sondern auch in dem zukünftigen (Eph.1,19-21). Was Jesus darstellt, von den Toten auferweckt zur Rechten Gottes, besteht darin, daß jedes Fürstentum, jede Gewalt, Macht und Herrschaft, jeder Name, der genannt wird in diesem und im kommenden Zeitlauf, also die ganze Schöpfung, ihm unterworfen ist. In Kol.2,10 ist gesagt, daß er das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist. Petrus erklärt, daß Gott ihn von den Toten auferweckt und ihm Herrlichkeit gegeben hat. Er ist zur Rechten Gottes, nachdem er in den Himmel eingegangen und ihm untertan sind Engel und Herrschaften und Mächte (1.Petr.1,21; 3,22). In Hebr.1,2-3 ist erklärt, daß der Vater den Sohn eingesetzt hat zum Erben über alle Dinge. Durch ihn hat er auch die Welt gemacht; er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens und trägt alles mit dem Worte seiner Kraft. Und nachdem er eine Reinigung von den Sünden vollbracht hat durch sich selbst, hat er sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe. Das ist seine Herrscher- und Machtstellung über die Geschöpfe. Er ist dadurch in diese Machtstellung gekommen, daß er in den Tod ging am Kreuz. Er hat am Kreuz das in den Tod gegeben, was er als Naturordnung aus dieser Schöpfung heraus im Leibe von den Menschen angenommen hatte. Er hat die Naturordnung in den Tod gegeben, damit durch seine Auferweckung von den Toten die Gott entsprechende Ordnung, das ewig Bleibende im Sieg des Lebens über den Tod in ihm und durch ihn dargestellt würde (Phil.2,6-11). Was ist Gerechtigkeit Gottes? Darüber unterweist Paulus im Brief an die Philipper in dem Zeugnis: „1. Weiter, meine Brüder, freuet euch in dem Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig, euch aber macht es gewiß. 2. Gebet acht auf die Hunde, gebet acht auf die bösen Arbeiter, gebet acht auf die Zerschneidung! 3. Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und uns rühmen in Christo Jesu und nicht auf Fleisch vertrauen, 4. wiewohl auch ich habe, daß ich auf Fleisch vertrauen könnte. Wenn ein anderer sich dünken läßt, er könne auf Fleisch vertrauen, ich vielmehr; 5. der ich am achten Tage beschnitten bin, aus dem Geschlechte Israels, vom Stamme Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetze ein Pharisäer, 6. nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetze gewesen unsträflich. 7. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden gerechnet; 8. ja ich achte nun auch alles für Schaden wegen der über-schwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessen willen ich alles eingebüßt habe und achte es für Unrat, auf daß ich Christus gewinne 9. und in ihm erfunden werde, daß ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetze, sondern die durch den Glauben an Christum (kommt), die Gerechtigkeit aus Gott auf Grund des Glaubens; 10. zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde, 11. ob ich vielleicht zur Auferstehung aus den Toten gelangen möchte.“ (Phil.3,1-11) Was sagt Paulus in diesen Worten? Er nennt diejenigen, die die Gläubigen aus den Juden und aus den Heiden veran-lassen wollten, sich beschneiden zu lassen und sich wieder unter Gesetzeseinfluß zu stellen, d.h., auf dem Boden der Naturordnung Gott wohlgefällig zu sein: Hunde, böse Arbeiter und Zerschneidung. Ihr Einfluß zielt darauf hin, daß im Geiste Gott zu dienen und sich zu rühmen in Christo Jesu einerseits und auf Fleisch zu vertrauen anderseits, miteinander vermengt wird. Paulus führt klar aus, daß auf Fleisch vertrauen gegenüber dem, was Christus gebracht hat und darstellt, nur Schaden ist, ja er ist bereit, alles einzubüßen und für Unrat anzusehen der überschwenglichen Erkenntnis Christi Jesu gegenüber, ihn zu gewinnen und in ihm erfunden zu werden. Das ist, nicht die Gerechtigkeit zu haben, die vom Gesetz nach irgendwelchen Übungen auf dem Boden der Sichtbar¬keit erreicht werden könnte. Nur die Gerechtigkeit, die aus Gott ist, wird durch den Glauben vom Kinde Gottes erlangt. Abraham erlangte die Verheißung Gottes, als er, hundert Jahre alt, der Verheißung glaubte, weil er nicht den erstorbenen Leib in Betracht gezogen hatte. Er ist durch Werke vollendet worden in seinem Glauben durch die Opferung Isaaks. Was der Gottesverheißung noch aus dem Fleisch anklebte, mußte bereitwillig nach der Ordnung Gottes in den Tod gegeben werden. Das war Abrahams Glaube, durch den er die Gerechtigkeit von Gott bekam. Gott rechtfertigt Gottlose, die auf dem Boden des Fleisches nichts bringen kön¬nen. Das Fleisch hat Gott in seinem Sohn im Sterben am Fluchholz in den Staub gelegt. Er hat durch seine Auferweckung die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, die „seine Gerechtigkeit“ genannt ist, aufgerichtet (2.Kor.5,21). Im Tode, im Grabe ist das Alte vergangen, und in der Auferstehung ist der neue Mensch da (2.Kor.5,17). Nun ist alles damit zugedeckt mit dem am Kreuz geflossenen Blut. Glaubt nun das Kind Gottes an diese Gottesgerechtigkeit, dann ist ihm dieselbe von Gott aus Gnaden zuerkannt, ohne Verdienst (Röm.3,21-30). Aber nun muß in dieser Hoffnung, die im Himmel aufbehalten ist, die Christus in der Unsterblichkeit seines Leibes für das Kind Gottes im Himmel darstellt, diese Gerechtigkeit gesehen werden; sie muß erwartet werden im Geiste vom Kinde Got¬tes. Das ist die Stellung im Geiste des Kindes Gottes, in der sein Glaube der Sieg ist, der die Welt überwunden hat. Der Glaube des Kindes Gottes ist die Überzeugung von diesen unsichtbaren Tat¬sachen, die Christus darstellt. Nun müssen wir uns mit dem Worte Gottes auseinan¬dersetzen und Rechenschaft darüber geben, ob wir sagen können, daß ein Schwur Gottes für uns besteht, daß er nimmermehr zürnt noch uns schilt (Jes.54,9). Sind wir ehrlich, dann müssen wir sagen: ‚Diese Stellung Gottes – „die Berge sollen wohl weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird von dir nicht weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der Herr, dein Erbarmer“ – ist unbe¬kannt. Man kennt den Buchstaben, aber in der praktischen Erfahrung steht das Elend- und Sturmbewegt- und Trostlossein vor den Augen. Wenn wir nicht ehrlich sind, beweisen wir nur die Macht der Gewohnheit, in die wir uns hineinverloren haben, uns für etwas zu halten, was wir noch nicht erreicht haben, uns in einer Stel¬lung zu sehen, als wäre das Vermischen von Ewigem mit dem Zeitlichen in unserer Erfahrung schon geklärt wie bei Abraham, als er stark war im Glauben, als er nicht mehr den schon erstorbenen Leib in Betracht gezogen hatte. Wenn wir heute um uns schauen, dann sind überall Einflußgebiete da, von denen wir bestimmt werden. Wir kennen alles, nur nicht die Arche mit nur einem Fenster nach oben, einem Ausblick in die Gottesgerechtigkeit hinein, die als Grund lebendiger Hoffnung im Himmel durch Jesus Christus dargestellt wird. Wir machen niemand einen Vorwurf, denn es ist das Ergebnis der Reife, die einmal erlangt werden muß. Aber um der Täuschung willen, die durch die Macht der Gewohnheit in den Kindern Gottes lebt, sind sie bis heute über diese Gebiete, wie sie der Prophet zeigt, nicht zur Klarheit gelangt. Sie haben in der Vermischung des Ewigen mit dem Zeitlichen ihr Leben zugebracht und mit dem Tode abgeschlossen in dem Wahn, sie seien Gott wohlgefällig im Glauben, wie er vor Gott richtig sei. ¸¸¸¸¸¸¸

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Gerald son of Nunn — 12 July 2011, 07:17

If Yeshua stated that he is the water of life, and John the sent one calls him (Yeshua) the living Word, and the Word is Torah, then Yeshua was the Torah in the flesh. As Moses stated "these words are not idle words, they are your LIFE, so choose LIFE". Therefore, anyone who lives the Torah without putting commandments and doctrines of men ahead of it have chosen LIFE, the fountain of living water!

John — 05 August 2010, 05:22

Jonathon. The bible say to not say in your heart who will or will not rise into heaven or descend into hell. Therefore, please do not do it.

Jonathan De Leon — 01 August 2008, 07:35

Invariably, there are many Christians who say, "Yes, they will be saved." But the true answer; the Biblical one is a resounding No. A Jew that rejects Jesus cannot be saved. It is the same with a person of any other ethnicity as well. It does not matter who you are, what you have done, where you come from, or if you are black, white, brown or yellow ALL men and women need JESUS. But, surprisingly, many Christians believe that Jews have some special pass. They believe that everyone esle that denies the Lord will not be saved BUT the Jews can deny and still go to heaven. That is false and contradictory. A person of Jewish ancestry needs Jesus, the Messiah, just like anyone else. NO BUTS; NO EXCEPTIONS.